Pädagogisches Konzept/ Pädagogisches Handeln

Unsere Turnhalle

 

1. Pädagogischer Ansatz

Wir haben ein ganzheitliches Bild des Kindes. Das heißt für uns, dass wir unsere Erziehungs- und Bildungsangebote ganzheitlich, also für Kopf, Herz und Hand gestalten.

„Kinder in Bewegung“ ist Ausgangs- und Ansatzpunkt unserer Arbeit. Die Entwicklung des Kindes vollzieht sich immer in Form von Auseinandersetzungen mit sich selbst, dem eigenen Körper, der Umgebung und anderen Menschen. Grundvoraussetzung dafür sind Wahrnehmung und Motorik, die die Entwicklung weiterer Persönlichkeitsmerkmale wie Sprache, Denken, Emotionen und soziale Fähigkeiten ermöglichen. Beim Kind geschieht die Ausbildung dieser Persönlichkeitsmerkmale überwiegend durch geistige und körperliche Bewegung.

Bei unserer Arbeit fördern wir dies dadurch, dass Kinder sich frei entscheiden können, ob sie sich im Garten, in der Turnhalle oder im Nebenraum bewegen möchten. Mit den wöchentlichen Aktivitäten wie dem Wandertag (= natürliches Bewegen in der Natur) und dem Turnen bieten wir weitere Bewegungsanreize. 

Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung mit seinen sechs Bildungs- und Entwicklungsfeldern

Körper,

Sinne,

Sprache,

Denken,

Gefühl und Mitgefühl,

Sinne, Werte und Religion

ist bei uns umgesetzt.

 

2. Inhalte unserer Arbeit

Der Inhalt unserer Arbeit ist durch die Feste des Kirchenjahres, jahreszeitliche Abläufe, inhaltliche Themen und die Beobachtung der Themen der Kinder gegeben. Wichtige Grundpfeiler sind das Heranführen der Kinder an das Experimentieren in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik und das Erlernen verschiedener Mal- und Gestaltungstechniken.

3. Erzieherinnenverhalten

Erziehungsarbeit ist Beziehungsarbeit. Unsere Aufgabe ist es, mit den Kindern über das Spiel eine Beziehung aufzubauen. Wir stehen den Kindern als Vorbild, Initiatorin, Hilfestellerin und Beobachterin zur Seite.

Wir pflegen einen Umgang, der durch Höflichkeit und Freundlichkeit geprägt ist.

Wir bringen Ihnen Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit entgegen.

Die Schweigepflicht den Eltern gegenüber einzuhalten ist für uns selbstverständlich. Wir können flexibel sein in unserer Planung, unserem Verhalten, in Gesprächen oder in anderen Situationen, soweit dies der pädagogische und organisatorische Ablauf zulässt und keine Grenzen überschritten werden.

 

4. Tagesablauf

Unser Tagesablauf zeichnet sich durch eine Balance zwischen fester Struktur und Flexibilität aus:
4.1 Vormittag

7.15- 10.30 Uhr Freispiel, Aktivitäten wie Turnen, Vorschule, oder andere Aktivitäten, danach wird gemeinsam aufgeräumt.

10.30 Uhr Gemeinsames Vesper, das jede Gruppe in ihrem Gruppenraum

einnimmt.

11- 11.20 Uhr Morgenkreis: Es treffen sich alle Kinder aus beiden Gruppen. Hier singen wir Lieder, besprechen Schönes und auch „Unangenehmes“, feiern Geburtstag, beten, tanzen, feiern Feste...

Den herrlichen Stadtpark / Spielplatz nützen wir, wenn möglich, jeden Tag.

Ab 12.15 Uhr: Die Kinder, die in der verlängerten Gruppe betreut werden, bleiben bei einer Erzieherin und werden von ihr betreut.

Die Ganztageskinder nehmen um 12 Uhr ihr warmes Mittagessen ein. Danach ruhen oder schlafen sie. Die älteren Kinder, die keinem Mittagschlaf mehr brauchen, können mit den Kindern aus der verlängerten Gruppe spielen.

4.2 Nachmittag

Am Nachmittag werden die Kinder gruppenübergreifend betreut.

14.00 - 16.00 Uhr Freispiel oder es hängt morgens ein Infozettel an der Eingangstür, der über Exkursionen am Mittag informiert.

4.3 Freispiel

Das Freispiel bedeutet für das Kind: freie Wahl von Beziehungen zu einzelnen Kindern, zu einer kleinen Gruppe, zum Erwachsenen. Das Kind sucht sich das Material, bestimmt über den Spielinhalt und die Zeitspanne. In der Freispielphase werden die Kinder von uns dazu angeregt, Eigeninitiative zu entwickeln und sich in Selbständigkeit zu üben. Sie haben hier Gelegenheit, Erlebnisse in verschiedenen Spielformen zu verarbeiten und zu vertiefen. Sie lernen, Regeln zu akzeptieren und Konflikte zu lösen.

5. Wochenablauf

Wenn man eine Woche in unserem Kindergartenalltag betrachtet, ist dieser von wiederkehrenden Elementen gekennzeichnet. Dieser ritualisierte Wochenablauf bietet den Kindern so Sicherheit und Halt.

5.1 Turnen

Einmal wöchentlich turnen wir. Die Kinder lernen so gezielt- auf spielerische Art- die Bewegungsmöglichkeiten ihres Körpers kennen.

5.2 Vorbereitung auf die Schule

Die Vorbereitung auf die Schule findet während der gesamten Kindergartenzeit statt. Jedoch fördern und fordern wir die Kinder im letzten Kindergartenjahr besonders. Einmal pro Woche sind die „Großen“ in einer Gruppe zusammen und werden dort altersangemessen gefordert und gefördert.

Schulfähigkeit ist mehr als nur die intellektuelle Reife. Sie ist das Ergebnis aller Fähig- und Fertigkeiten, die ein Kind im Laufe seines bisherigen Lebens erworben hat. Im Kindergarten ist es uns ein Anliegen, die Kinder ganzheitlich zu fördern. Das heißt wir fördern die sozialen, kognitiven, kreativen, emotionalen und die motorischen Kompetenzen.

Wir kooperieren auch mit der Grundschule.

5.3 Wandertag

Wir wandern jeden Mittwoch. Hier haben die Kinder die Möglichkeit zum Klettern, Springen, Balancieren in natürlicher Umgebung. Des weiteren lernen die Kinder das richtige Verhalten im Straßenverkehr, die Achtung der Umwelt, und das Erleben der Natur in ihrem Jahreslauf.


5.4 Obst- Gemüse-Tag

Gesunde Ernährung ist für uns wichtig. Deshalb ist bei uns immer Freitags Obst- und Gemüse- Tag.

Dazu bringen die Kinder zwei Zutaten mit. Wir waschen und schneiden das Obst/ Gemüse zusammen mit den Kindern, Anschließend wird alles gemeinsam gegessen. Zum Obst und Gemüse gibt es Butterbrote, die auch von den Kindern mit Butter bestrichen werden. So lernen die Kinder verschiedene Obst- und Gemüsesorten kennen und unterscheiden, die Handhabung der Küchengerätschaften und die hygienische Zubereitung der Speisen. Und die Kinder probieren in der Gemeinschaft auch Dinge, die sie vielleicht sonst nicht essen würden.

 

6. Beobachtung und Reflexion

Wir haben ein Beobachtungs- und Dokumentationssystem eingeführt. Das heißt, wir beobachten jedes einzelne Kind gezielt. Dies hilft uns in Elterngesprächen Auskünfte über das Kind zu geben und pädagogische Aktivitäten gezielt darauf abzustimmen. Mit unseren Kolleginnen reflektieren wir diese Beobachtungen und können uns so gegenseitig helfen. Als Grundlage unserer Beobachtung dient uns der "Ravensburger Entwicklungsbogen".

7. Integration von Kindern mit Behinderung

Kinder mit Behinderung werden in unserer Einrichtung aufgenommen, soweit es die räumlichen und personellen Gegebenheiten zulassen. Außerdem muss vor der Aufnahme überlegt werden, ob dies für das Kind und die Gruppe förderlich ist.

8. Feste, Feiern und Gottesdienste

Da wir ein evangelischer Kindergarten sind, orientieren wir uns stark an den kirchlichen Festen:

  • Das erste Fest im Kindergartenjahr ist das Erntedankfest, das wir in der Kirche feiern. Mit Blumen geschmückt und mit Erntedankkorb in der Hand gestalten die Kinder den Gottesdienst mit.

  • Sankt Martin ist ein Fest bei dem traditionell alle Weikersheimer Bürger eingeladen sind. Mit den von den Kindern selbst hergestellten Laternen ziehen sie hinter einem Pferd und der Stadtkapelle durch den Stadtpark. Im Schloßhof angekommen, wird das Sankt Martinsspiel aufgeführt und anschließend kann man sich bei Punsch und Brötchen stärken.

  • Zu Ostern findet in der Kirche ein Familiengottesdienst statt.

  • Das Maisingen auf dem Marktplatz wird in regelmäßigen Abständen von uns mitgestaltet.

  • Das ökumenische Stadtparkfest findet immer am letzten Juni-Sonntag in der wunderschönen Umgebung im Weikersheimer Stadtpark statt. Auch hier sind wir gestaltend dabei.

  • Beim Abschlußgottesdienst im Stadtpark werden die Kinder, die in die Schule kommen, gesegnet und verabschiedet. Anschließend gibt es ein Picknick.

 

9. Geburtstag

Der Geburtstag ist ein besonderer Tag für jedes Kind. Wir feiern den Geburtstag jedes Kindes im Morgenkreis und in der Gruppe. Dort wird auch das Geburtstagsessen, welches das Kind mitgebracht hat, gegessen. Jedes Kind bekommt vom Kindergarten ein Geburtstagsgeschenk.

10. Religionspädagogik

Da wir ein evangelischer Kindergarten sind, ist, neben der Bewegung, die christliche Erziehung ein weiterer Schwerpunkt in unserer Arbeit. Im Alltag leben wir eine christliche Einstellung vor, indem wir beispielsweise helfen Streit zu schlichten und Achtung vor den Mitmenschen, der Umwelt und den Tieren gegenüber zu vermitteln. Wir beten täglich vor dem Essen, erzählen den Kindern biblische Geschichten und feiern gemeinsame Gottesdienste.