Verabschiedung unserer Mesnerin Claudia Herwarth

Im Rahmen des Gottesdienstes am 4. Advent wurde die langjährige Mesnerin der Evangelischen Verbundkirchengemeinde Weikersheim-Neubronn, Claudia Herwarth, verabschiedet. Dekanin Renate Meixner betonte im Anschluss an ihre Predigt, dass neben dem Prinzip der Hoffnung auch Zuversicht und Mut zur Veränderung im Leben wichtig und richtig seien.
Nach fast 25 Jahren als Mesnerin verlässt Claudia Herwarth ihre Heimatstadt Weikersheim. Sie war bereits in ihrer Kindheit in vielen kirchlichen Gruppen und kam durch ihren Mann und ihre Schwiegereltern in Weikersheim zur Mitarbeit in der Kirchengemeinde. Eines Tages fragte sie die damalige Dekanin Marianne Koch während einer Autofahrt, ob sie nicht jemanden wisse, der die Mesnervertretung machen könne. Ihre spontane Antwort: „Ich gehe ohnehin jeden Sonntag in die Kirche, dann kann ich auch Mesnervertretung machen, so schlimm kann’s ja nicht sein“. Das war etwa 1994 und am 1. Februar 1998 wurde sie dann offiziell als Mesnerin der Evangelischen Kirchengemeinde Weikersheim dienstverpflichtet.
Ihre Aufgaben als Mesnerin umschreibt Claudia Herwarth so: „Man muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und sollte einen Blick dafür haben, was gerade wichtig ist. Dazu kommen die üblichen Dienste wie Vorbereitung der Gottesdienste, das Schmücken des Altars, der Weihnachtsbäume, der Adventskränze, das Auf- und Zuschließen der Kirche und viel mehr. Hinzu kommen die Vorgespräche und Vorbereitungen bei Hochzeiten, Taufen oder Trauerfeiern, das Organisieren von Handwerkerterminen und Dienstbesprechungen mit den Pfarrern. Die Stadtkirche war manchmal wie mein eigenes großes Wohnzimmer.“
Zu den schönsten Momenten gehöre es, wenn beispielsweise nach umfangreichen Vorbereitungen vor einem Festgottesdienst am Ende alles geklappt hat und nach dem Gottesdienst „die Entspannung kommt“. Von einer besonderen Episode wusste Dekanin Meixner zu berichten: Bei einer Trauung hatte die Braut die Ringe vergessen – hier konnte Claudia Herwarth spontan mit ihren eigenen kurzfristig aushelfen und die Trauung war gerettet.
Mit einem gerahmten Bild ihrer geliebten Stadtkirche bedankte sich die Kirchengemeinde bei Claudia Herwarth für ihre jahrelangen Mesnerdienste und wünschte ihr für ihren weiteren Lebensweg alles Gute.
Im Anschluss wurde die neue Mesnerin Ute Dodson von Dekanin Renate Meixner offiziell dienstverpflichtet. 

Bild und Text: Walter Frick  

Aktion Hoffnungssteine

Unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden, Kinder und Jugendliche bemalten während der Corona-Krise zu Ostern 2020 Steine zu Hoffnungssteinen

 

Das leere Grab - gestaltet von Mesnerin Claudia Herwarth