Gottesdienst in Zeiten der Coronakrise

Wir dürfen uns wieder zum gemeinsamen Gottesdienst treffen.

Wir haben etliche Vorschriften einzuhalten.

Die Kirchenleitung meint es besonders gut mit uns. Deshalb haben wir extra Schutz vor Ansteckung. Eigentlich genügt, wie beim Einkaufen ein Abstand von 1,5m und Mundschutz. In der Kirche ist ein Abstand von 2m vorgeschrieben. Damit das auch beim Rein- und Rausgehen so ist, haben wir ein Einbahnstraßensystem eingeführt. Hinten rein und vorne raus. Die mittlere Tür ist zu.

Die freie Platzwahl gibt es nicht mehr. So, wie man kommt, muss man sich setzen. Die Reihenfolge ist von rechts nach links und von vorn nach hinten.
Man kann in jeder dritten Bank sitzen. Die erlaubten Bänke sind mit Sitzpolstern versehen. Man kann sich an die Bankenden setzen.

Auf Empfehlung der Landeskirche werden Listen geführt, wer im Gottesdienst war und wo er gesessen hat. Pfarrerin Barbara Wirth wird deshalb die Namen der Besucher*innen aufschreiben. Durch die Reihenfolge der Namen ist auch der Sitzplatz festgelegt. So kann man Infektionsketten nachverfolgen.

Aus der Info der Kirchenleitung: "Die Sperrung der Emporen und der Verzicht auf das gemeinsame Singen erfolgt auf Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, das von der EKD eigens dazu angefragt worden ist. Nach Einschätzung der Experten können beim Singen Aerosole verbreitet werden, die die Infektion weitertragen. Die aktuell zur Verfügung stehenden Masken sind danach nicht geeignet, diese Möglichkeit der Infektion auszuschließen. Spezielle Studien, die eine abschließende Beurteilung erlauben würden, gibt es dazu aber noch nicht. Sollte es gesicherte anderslautende Erkenntnisse der Wissenschaft geben, so werden diese bei einer Neubewertung berücksichtigt. Die Kirchenleitung ist sich bewusst, dass gerade der Verzicht auf den Gemeindegesang eine schmerzhafte, aber notwendige Einschränkung bedeutet, die hoffentlich bald aufgehoben werden kann."

Vermutlich nimmt das Robert-Koch-Institut an, dass Protestanten alle ganz tolle Sänger*innen sind. Aufrecht stehend, aus voller Brust singen sie laut, auswendig und gut artikuliert. Dabei bekommen die Tröpfchen mehr Schwung, als wenn man sitzend, mit geneigtem Kopf, ins Gesangbuch singt. Pfarrerin Barbara Wirth vermutet, wenn man das unter realistischen Bedingungen untersucht, dass das Singen im Gottesdienst bald wieder freigegeben wird.

Niemand darf auf die Kanzel. Nur die Organist*innen dürfen auf die Empore. Man könnte sonst von oben her Tröpfchen verteilen. 

In der Kirche ist die Kirchengemeinde dafür verantwortlich, die Einhaltung der Coronaregeln zu kontrollieren.

Sobald Sie draußen sind, übernehmen Sie wieder selbst die Verantwortung für Ihren Gesundheitsschutz.

Es wurde ein Infektions-Schutz-Konzept erstellt. Das ist vom Kirchengemeinderat per Email beschlossen worden. Darin finden Sie Details.

Infektionsschutzkonzept für die evangelische Kirchengemeinde Edelfingen

1. Ausgehend von einem Mindestabstand von zwei Metern um einen Sitzplatz in der Kirche/dem Gottesdienstraum wird eine Personenhöchstzahl von 23 - 66 Personen festgesetzt. Die erlaubte Anzahl der Besucher variiert, je nachdem, ob sie einzeln kommen oder mit Familie.
Sind in der Kirche nur Einzelpersonen, so sind maximal 23 Personen erlaubt.
Kommen Paare, so können in einer Bank 3 Personen sitzen, ein Paar und eine Einzelperson. Die Höchstzahl liegt dann bei 34 Personen.
Auf der hintersten Bank dürfen entweder 3 Einzelpersonen sitzen oder 2 Einzelpersonen und ein Paar oder zwei Paare.
Kommen Familien, so können pro Bank 6 Personen sitzen, vorausgesetzt, sie gehören derselben Familie an.
Ab drei Personen kann keine Einzelperson mehr mit in der Bank sitzen. Damit steigt die Zahl der erlaubten Gottesdienstbesucher auf 66 Personen aus 11 Familien.

2. Die belegbaren Sitzplätze sind wie folgt gekennzeichnet: Es liegen Sitzpolster aus. Die Gottesdienstbesucher setzen sich nur auf Sitzpolster. Die Anweisung, nur an den beiden Bankenden zu sitzen, erfolgt mündlich. Die Pfarrerin sagt es vor dem Eingang der Kirche. Der Ordnungsdienst in der Kirche erklärt es den Besucher*innen so oft wie nötig.

3. Zur Nachverfolgung etwaiger Infektionsketten wurde folgende Vorkehrung getroffen: Die Pfarrerin, oder bei Prädikanten der Ordnungsdienst, begrüßt die Besucher*innen vor der Kirche. In der Reihenfolge ihrer Ankunft werden die Namen auf eine Liste geschrieben. Sollten es fremde Personen sein, wird auch noch die Adresse notiert. Die Gottesdienstbesucher*innen haben keine freie Platzwahl. Sie setzen sich in der Reihenfolge, wie sie kommen von rechts nach links und von vorne nach hinten. So ist durch die Namensliste auch der Sitzplatz festgelegt.

Die Regierung verlangt diese Liste nicht mehr. Die Landeskirche empfiehlt, die Namen zu notieren.

4. Der Einlass ist wie folgt organisiert: Man geht zur hinteren Türe in die Kirche hinein. Die Pfarrerin/der Ordnungsdienst achtet auf genügend Abstand. Die Türen sind dabei offen.

5. Der Ausgang ist wie folgt organisiert: Die Besucher*innen verlassen die Kirche durch die vordere Tür in der Reihenfolge, in der sie gekommen sind. Der Ordnungsdienst achtet auf genügend Abstand.

6. Den Ordnungsdienst nehmen wahr: Die Kirchengemeinderät*innen, die für den Sonntag eingetragen sind. Ottmar Haas und andere unterstützen hierbei.

7. Der Ordnungsdienst sorgt wie folgt dafür, dass nur Personen, die in einem Haushalt zusammenleben, den Mindestabstand von zwei Metern unterschreiten können: Er erklärt ihnen die Ordnung und achtet darauf, dass sie korrekt umgesetzt wird.

8. Desinfektionsmittel stehen bereit und zwar am Eingang (hintere Tür), am Ausgang (vordere Tür) und in der Toilette. Es sind jeweils Pumpspender mit einem Hebel.

9. Glatte Kontaktflächen, z.B. Türgriffe, Türklinken, werden nach dem Gottesdienst desinfiziert. Sie werden satt mit Desinfektionsmittel eingesprüht. Das lässt man antrocknen.
Andere Kontaktflächen, z.B. Holzbänke, werden nach dem Gottesdienst mit tensidhaltigem Wasser (Seifenwasser) gereinigt. Mit einem feuchten Lappen werden die Kontaktflächen der Bänke gründlich abgewischt. Mit einem trockenen Tuch wird nachgetrocknet.
Die Kirche wird nach dem Gottesdienst gelüftet, indem alle Türen, auch die vom Ausgang bei der Toilette, geöffnet werden.
Die Toilette wird nach dem Gottesdienst gereinigt. Bei Verschmutzungen mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenem wird nach Entfernung der Kontamination mit einem mit Flächendesinfektionsmittel getränkten Einmaltuch eine gezielte Desinfektion durchgeführt. Dabei werden Arbeitsgummihandschuhe getragen.

10. Gesangbücher sind weggeräumt.

11. Die Empore ist gesperrt.

12. Folgender Platz für einen Solisten ist ausgewiesen: Vor der Säule neben der Osterkerze.

13. Diensthabende Pfarrerin ist Pfarrerin Barbara Wirth

14. Das Rundschreiben des Oberkirchenrats vom 30. April 2020 (AZ 50.10-03-V14 1.1) und die Hygienehinweise für Gottesdienste sind beigefügt und Grundlage dieses Konzepts.

 

Dieses Konzept wurde am 8.5.2020 dem KGR Edelfingen vorgelegt. Per Umlaufbeschluss wurde es am 9.5.2020 beschlossen.

Osterschmetterlings-Kerze

Christus ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden!


Die Osterkerze entstand nur aus meiner Hand. Sonst war es immer ein Gemeinschaftsprojekt mit den Konfirmand*innen.
Ich würde gerne ein Gemeinschaftsprojekt mit Ihnen daraus machen:

Schreiben Sie mir, was Ihnen dazu einfällt, was dieser Schmetterling mit Ostern zu tun hat. Oder rufen Sie mich an.

Frohe Ostern!

Ihre Pfarrerin Barbara Wirth

 

 

Gedanken zur Osterkerze mit Schmetterling

Was hat dieser Schmetterling mit Ostern zu tun?

so fragte Pfarrerin Barbara Wirth. Hier lesen Sie Antworten.

  • Der Schmetterling steht für den Frühling.
  • Da ist Tag und Nacht drauf. Das bedeutet, dass Gott immer da ist. Er hat Tag und Nacht in seiner Hand.
  • Die Herzen auf den unteren Flügeln stehen für die Liebe.
  • Zur Auferstehung gehört auch dieser bunte Falter und viele seiner Artgenossen, dei im Frühjahr durch die Lüfte schweben. Eine Gabe gottes nach eiem Winter und dunklen Tagen. Sie Schmeterlinge tragen mit ihren bunten Flügeln zu unserem Wohlbefinden bei, wie vieles in Gottes reicher und wunderbarer Natur. Danken wir Gott für dieses shcäne Frühjahr trotz der Coronakrise. Sicher wird Gott uns auch da weiterhelfen. Wann wissen wir nicht. Legen wir also unser Zukunft in seine Hände.
  • Liebe Barbara, den Schmetterling verbinde ich mit Frühling, wenn die ersten aus der Winterstarre her raus kommen. Das hat auch etwas mit Auferstehung zu tun. Mit Hoffnung auf ein neues schönes Jahr . Liebe Grüße

 

Gedanken von Barbara Wirth:
Der Schmetterling hat in den großen Flügeln zwei Seiten. Tag und Nacht. Das sind zwei Seiten, die zusammen ein Ganzes machen. Auf dem Altar haben wir zwei Kerzen stehen. Sie stehen für die zwei Naturen Jesu, für das Göttliche und das Menschliche. Sie sind untrennbar verbunden.

Außen an diesen Flügeln geht ein regenbogenfarbenes Band lang. Der Regenbogen steht für den Bund Gottes mit allen Mencshen. Er wird seiner Wut nicht mehr freien Lauf lassen. Er hat erkannt, die Menschen sind böse von Jugend auf. Er will nun nicht mehr den Rhythmus der Natur außer Kraft setzen. Frost und Hitze, Tag und Nacht sollen nicht mehr aufhören. Als sichtbares Zeichen dafür hängt er seinen Kriegsbogen, mit dem er die Blitzpfeile abgeschossen hat, in die Wolken - als Regenbogen.

Der Bund Gottes wurde mit den "bösen" Mencshen geschlossen. In Jesaja wird versprochen, dass es einen Bund mit "guten" Menschen geben wird. Gott verspricht, er werde uns ein neues Herz und einen neuen Geist geben. Dann brauche man keine Gesetze mehr. Jede*r handele dann aus Liebe. Mit dem Messias (Gesalbter) tritt das alles in Kraft. Christen glauben, dass mit Jesus der Messias gekommen ist. Er wird in Ewigkeit herschen. Der Bund Gottes gilt ewig. Das regenbogenfarbene Band bildet, wenn man es optisch verlängert, eine liegende Acht. Das ist das Zeichen für Unendlichkeit.

Das Rote in den unteren Flügeln kann man als Herz oder als Radieschen sehen. Es trägt ein goldenes Kreuz.
Als Herz steht es für Liebe auf dem weißen Grund der Freude und Unschuld. Das Herz ist ein flammendes Herz. Die goldene Flamme schlägt oben heraus.
Als Radieschen steht es für die Wurzel allen Seins. Radieschen = Radix, Wurzel. Jesus ist der Urgrund, aus dem heraus alles entstanden ist.

Unsere Kirche

Unsere Kirche wurde zuletzt 1994/1995 renoviert. Ein Kirchenführer mit vielen Informationen darüber ist in der Kirche kostenlos erhältlich.

Unsere Kirche ist eine Radwegekirche. Von O bis R, von Ostern bis zum Reformationsfest am 31.10. ist sie täglich von 9 - 18 Uhr geöffnet.

In der Kiche sind Postkarten und Klappkarten mit Edelfinger Motiven erhältlich. Die Klappkarten haben Frau Kroboth und Frau Wirth gestaltet. Die Postkarten sind von Herrn Ulshöfer gezeichnet.

Die Stille und Kühle der Kirche bieten im Sommer einen guten Ruheplatz zum innerlichen Auftanken. Ein Gästebuch und eine Bibel liegen aus.

Unsere Kirche könnte eine "Matthäus-Kirche sein"

Seit rund 800 Jahren steht eine Kirche in Edelfingen - keine Urkunde nennt für sie einen Namen. Jetzt gab Pfarrerin Barbara Wirth bekannt, es handle sich vermutlich um eine Matthäus-Kirche.

„Ein Geheimnis wird enthüllt“, so war der Gottesdienst angekündigt worden. Entsprechend gespannt lauschten die Besucher der Predigt ihrer Pfarrerin. Die informierte sie zunächst darüber, jede alte Kirche müsse einen Namen haben, sie sei „einem Heiligen oder Engel geweiht“ - das so genannte „Patrozinium“. Dieser Name gebe auch der kirchlichen Gemeinschaft ein Motto für ihr Zusammenleben. In Edelfingen sei dieser Name verloren gegangen. Auf Anfrage habe das Landesarchiv in Stuttgart mitgeteilt, es gebe keine Dokumente, die den Namen erwähnten.

An dem bei der letzten Renovierung in der alten Kirchenwand entdeckten romanischen Fenster könne man, so Barbara Wirth, das Alter des ursprünglichen und mehrfach erweiterten Gebäudes erkennen. Dieses Fenster stammt nach der Schätzung von Oberkonservator Dr. Norbert Bongartz „aus dem späten 12. oder 13. Jahrhundert“. Im Jahr 1220 wird in einer Urkunde des Klosters Schöntal ein „Wernherus decanus de Otilfingen“ genannt. Das Gotteshaus selber findet allerdings erst in Akten der Hohenloher Herrschaft aus dem 17. Jahrhundert schriftliche Erwähnung.

Beim Kirchbau im Mittelalter, so die Pfarrerin, habe man das Gotteshaus grundsätzlich „geostet“, also den Chor nach Osten ausgerichtet. Allerdings, das habe sie von einem fachkundigen Architekten erfahren, gebe es da feine Unterschiede, die eine Zuordnung der jeweiligen Kirche zum Namensgeber erlaubten. Der Baumeister habe nämlich genau am Namenstag des jeweiligen Heiligen am Bauplatz der Kirche den Sonnenaufgang beobachtet und dementsprechend die Richtung des Baus festgelegt. An jedem Tag ändere sich aber die Uhrzeit des Aufgangs und damit auch die Richtung, wo man die Sonne zuerst sehe. So sei eine Kirche nur am Morgen der Tag- und Nachtgleiche am 21. März oder 21. September ganz genau „geostet“. Wie sie, so die Pfarrerin, erfahren habe, komme das nicht so häufig vor.

Welche Überraschung: Auf Edelfingen trifft das zu, ihre Richtung geht ganz genau nach Osten. Damit, so Barbara Wirth, müsse die Kirche einem Heiligen geweiht sein, dessen Namenstag auf den 21. September falle. Für sie sei dabei am wahrscheinlichsten ein Patrozinium des Evangelisten Matthäus und „mit Matthäus haben sich unsere Vorfahren auf ein Fundament des christlichen Glaubens festgelegt“. Er habe damals als der verlässlichste der Evangelisten gegolten. Das bedeute: „Martin Luthers Prinzip ‚Sola scriptura‘ (Es gilt nur die Bibel) ist in unserer Kirche eingebaut“. Für sie als Edelfinger Pfarrerin sei es ein „sehr schöner Gedanke, dass unsere Kirche eine Matthäuskirche sein könnte“.