Karfreitag

An Karfreitag erinnern wir uns an Jesu Tod. Es ist ein trauriger Tag. Kar-Freitag kommt von althochdeutsch "karen". Das bedeutet "weinen" und "sich sorgen". Das englische Verb "to care" kommt aus derselben Wurzel.

Dieses Jahr gibt es zur Todesstunde Jesu, von 15 -16 Uhr, ein Feuer des Todes auf dem Kirchplatz. In diesem Feuer dürfen Gefühle und Gedanken "sterben". Auf einen Zettel schreibt man, was sterben soll, z.B. die Wut auf den Nachbarn, der Gedanke hässlich zu sein, die Unfähigkeit zu xy. Diesen Zettel verbrennt man im Feuer. Dabei kann man ein Gebet um Vergebung sprechen.

In der Kirche brennen die Kerzen auf dem Altar und die Osterkerze.

Gleichzeitig ist in der Kirche ein Konzert zu hören. Susanne und Hans-Ulrich Nerger haben es eingespielt. Es sind Stücke verschiedener Komponisten. Sie können sich setzen und die Musik genießen. Die Stücke werden wiederholt. Unter

 

https://www.dropbox.com/sh/i2ufx9cl863irjf/AADOElynaO57q_toh-74iMwaa?dl=0

können Sie sich das Konzert anhören.

 

Um 16 Uhr werden alle Feuer gelöscht. Die Osterkerze kommt weg. Der Ständer bleibt bis zum Ostermorgen leer. Die Glocken schweigen ebenfalls in dieser Zeit.

Bis zu 10 Personen dürfen sich gleichzeitig in der Kirche aufhalten. Bitte halten Sie den vorgeschriebenen Abstand von 2m ein. Hinter der Gebetswand sollte sich nur eine Person aufhalten.

Feuer des Todes

An Karfreitag brannte vor der Kirche ein Feuer. Menschen kamen und schrieben ihre Herzensnot auf Zettel. Diese legten sie ins Feuer. Und sie legten noch Holz darauf. Meist schweigend beobachteten sie, wie das Feuer Papier, Holz und die Not fraß.

In der Kirche erklangen Musikstücke zu Karfreitag, eingespielt von Susanne und Hans-Ulrich Nerger. Durch die offene Tür waren die Klänge auch am Feuer zu hören.

 

 

Ostersonntag

An Ostern erinnern wir uns an die Auferstehung Jesu. Wie sich der Physiker oder Biologe die Auferstehung vorstellt, ist nicht wichtig. Für Christen zählt die geistliche Auferstehung. Es ist das Leben über den Tod hinaus, das die Auferstehung deutlich macht. Im Glaubensbekenntnis sprechen wir "Ich glaube [...] an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben."

Am Ostermorgen um die Zeit des Sonnenaufgangs gibt es ein Feuer der Auferstehung auf dem Kirchplatz. Von 6.30 - 7.30 Uhr brennt das Osterfeuer. Man kann seine mitgebrachte (Oster-) Kerze daran anzünden. Ebenso werden die Altarkerzen und die Osterkerze in der Kirche daran angezündet.

Wer kommt, grüßt mit den Worten "Christus ist auferstanden." Die anderen antworten mit "Er ist wahrhaftig auferstanden."

Um 10 Uhr betet Pfarrerin Barbara Wirth in der Kirche die Gebete, die sie bekommen hat, für die Personen, deren Namen an der Gebetswand sind und liest den Predigttext.

Bis zu 10 Personen dürfen gleichzeitig in der Kirche sein. Bitte achten Sie auf den vorgeschriebenen Abstand von 2 m.

 

 

Hausabendmahl in der Karwoche

Vorwort

 

Liebe Brüder und Schwestern,

 

in diesen Tagen gedenken wir des Leidens und Sterbens Jesu Christi, bevor am Ostersonntag dann alle Glocken zu seiner Auferstehung läuten. Die Karwoche ist eine Zeit der Besinnung. Die Botschaft von der rechtfertigenden Gnade wird uns in normalen Jahren sinnfällig durch die Feier des Heiligen Abendmahls, durch Essen und Trinken an seinem Tisch veranschaulicht. In diesem Jahr sind die gottesdienstlichen Feiern in der Gemeinde nicht möglich, die Botschaft wird uns auf verschiedenen Kanälen verkündigt, schriftlich, über den Äther, im Internet. Angesichts dieser Ausnahmesituation hat der Oberkirchenrat beschlossen, den Familien in diesem Jahr am Gründonnerstag und Karfreitag eine Hausabendmahlsfeier zu ermöglichen.

Wir übersenden Ihnen anliegende Liturgie, die sich an die Ordnung des Hausabendmahls anschließt und vor allem darauf Rücksicht nimmt, dass auch Kinder mitfeiern können, zu gesegnetem Gebrauch

 

Bleiben Sie behütet

I h r

 

 

Prof. Dr. Ulrich Heckel

Oberkirchenrat der Ev. Landeskirche in Württemberg

 

 

Hinweise zur Vorbereitung

 

Schon die Vorbereitung der Feier im Familienkreis kann ein geistliches Geschehen sein:

 

n  Mit Kindern sollte man gemeinsam vorher besprechen, was das Abendmahl, was wir tun, wenn wir miteinander feiern und was Gott tut, wenn wir das Abendmahl bekommen.

 

n  Überlegen Sie miteinander, welche der vorgeschlagenen Lieder in der Familie bekannt sind

o   Können wir die Lieder gemeinsam singen?

o   Haben wir Gesangbücher?

o   Spielt jemand ein Instrument und kann uns begleiten?

o   Wollen wir die Lieder lieber gemeinsam lesen?

n  Wie gestalten wir den Abendmahlstisch

o   Haben wir eine schöne Tischdecke?

o   Welchen Kelch verwenden wir?

o   Woraus trinken wir (es sollte kein Gemeinschaftskelch verwendet werden, sondern soviele – möglichst gleiche, möglichst schöne -- Trinkgefässe vorhanden sein wie Familienmitglieder.

o   Haben wir eine Bibel, aus der wir lesen?

o   Soll eine Kerze angezündet werden (am Karfreitag üblicherweise nicht)?.

o   Sollen Blumen auf den Abendmahlstisch (am Karfreitag üblicherweise ebenfalls nicht)?

o   Wenn möglich, kann ein Kreuz aufgestellt oder in die Mitte gelegt werden (vorbereitend mit den Kindern basteln?).

n  Wie sitzen wir? Um den Tisch? Im Halbkreis?

 

 

 

n  Gaben:

o   Wenn Kinder mitfeiern, sollte roter Traubensaft statt Wein verwendet werden.

o   Das Brot sollte in mundgerechten Stücken vorgeschnitten werden, auch hier so viele Stücke vorbereiten wie Familienmitglieder mitfeiern. Am besten eignet sich ein festes Mischbrot, Backoblaten bitte nur, wenn sie keinen Firmenaufdruck haben.

o   Der große Kelch sollte ebenso wie der Brotteller mit einer weißen Serviette oder einem Tuch abgedeckt werden.

 

n  Wie feiern wir?

o   Vor Beginn sollte abgesprochen werden, wer welche Aufgabe übernimmt und wie der Empfang von Brot und Saft geschehen soll:

o   Am besten reicht eine Person den anderen den Brotteller, die Gläser können ebenso auf einem Tablett angereicht werden, jeder und jede nimmt sich eines. Danach wieder auf das Tablett stellen.

o   Alternativ kann man den Brotteller und das Tablett auch von Hand zu Hand weitergeben: Dann gibt der Leiter / die Leiterin zuerst Teller und Tablett an eine Person, diese bietet dem Leiter / die Leiterin die Gabe mit Spendewort an, reicht dann Teller und Tablett dem / der Nächsten weiter und empfängt die Gabe von ihm oder ihr. So haben am Ende alle Brot und Saft / Wein gespendet und erhalten.

Liturgie

 

(L: die Leiterin oder der Leiter der Feier; A: alle)

 

Eingangswort

 

<ggf. kann ein Mitglied der Tischgemeinschaft eine Kerze anzünden>.

 

L: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

A: Amen

 

<ggfs. Einleitung und Tischbereitung;

 

L: ]esus Christus ist das Licht der Welt.

 

Ein Mitglied der Tischgemeinschaft stellt den Teller mit Brot und den Kelch auf den Tisch.

 

L: ]esus Christus hat mit vielen Menschen gegessen und getrunken. Er hat gesagt „Wo Zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Wir feiern heute miteinander das Heilige Abendmahl. Jesus Christus ist selbst mitten uns in unserer Familie. >

 

Psalm 23

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße

um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

 

(kein Ehr sei dem Vater)

 

Eingangsgebet

 

Jesus, du bist bei uns.

Darüber freuen wir uns.

Wenn du bei uns bist, tut es uns gut.

 

Amen.

 

Oder:

Jesus, du Quelle des Lebens,

du rufst die Mühseligen und Beladenen.

Erfrische auch uns durch den Strom der Kraft und der Liebe,

der von dir ausgeht alle Zeit, gerade auch in diesen Tagen.

 

Amen.

Stilles Gebet

L: Wir beten weiter in der Stille, miteinander und füreinander.

 

(Gebetsstille)

L: Herr, du hörst uns, wenn wir zu dir beten. Dafür danken wir dir. Amen.

 

Schriftlesung

 

Gründonnerstag: Matthäus 26,17-19

 

Aber am ersten Tag der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten?

 

Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passamahl halten mit meinen Jüngern.

 

Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm.

 

 

Karfreitag: 2. Korinther 5, 17-21

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

 

Aber das alles ist von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.

 

Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.

 

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!

 

Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

 

 

 

Ansprache (oder ein Gespräch über einen biblischen Text, z.B. den in der Lesung gehörten)

 

Lied

 

(zum Beispiel:

EG 91: Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken

EG 97: Holz auf Jesu Schulter

EG 574: Nichts soll dich Ängsten

 

 

Beichte

 

L:

 

Herr, du kennst uns weißt, wie wir sind.

Darum bitten wir dich:

Nimm uns so an wie wir sind,

mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen.

Nimm alles weg, was zwischen uns steht:

Ärger, Streit, Gedankenlosigkeit und Bosheit.

Wir danken dir, dass du uns vergibst.

Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben

 

 

 

Oder:

 

Lieber Vater im Himmel,

manchmal können wir unsere Schuld nicht offen eingestehen und um Vergebung bitten.

Manchmal versuchen wir, uns aus allem herauszureden,

manchmal verdrehen wir lieber Unrecht in Recht als zuzugeben, dass wir etwas falsch gemacht haben.

Deshalb bleibt die Schuld oft an uns haften und wir erfahren nicht, wie gut Vergebung tut.

Herr, gib uns Mut, unser Versagen einzugestehen und um Verzeihung zu bitten.

 

L: In der Stille können wir dir sagen, was uns besonders beschwert.

 

(Gebetsstille)

 

L: Herr, vergib uns unsere Schuld.

 

Wenn ihr diese Bitte mit mir teilt, dann stimmt mit mir ein in den Ruf: Herr, erbarme dich.

 

A: Herr, erbarme dich.

 

Zuspruch der Vergebung

 

L: Euch geschieht, was ihr erbeten habt. Der barmherzige Gott hat sich über euch erbarmt und vergibt euch all eure Schuld. Was gewesen ist, soll euch nicht mehr belasten.

Was kommt, soll euch nicht schrecken.

Gottes Güte ist eures Lebens Freude und Kraft. Amen

 

<ggf. Liedstrophe: z.B. EG 576 Meine Hoffnung und meine Freude>

 

<ggf.> Abendmahlsgebet

 

Wir bitten dich, Gott: Erfülle uns mit deinem Geist.

Segne diese Gaben, damit sie uns zum Leben und zum Heil dienen.

Segne unsere Gemeinschaft, lass deine Liebe unter uns spürbar werden.

Sei bei allen, die in diesen Tagen den Tod und die Auferstehung deines Sohnes feiern und stärke sie in dieser schwierigen Zeit.

Steh den Kranken bei und sei bei denen, die sie pflegen und um ihre Heilung kämpfen.

Hilf uns, aufeinander acht zu haben und an der Hoffnung festzuhalten.

 

Einsetzungsworte

Der Leiter/die Leiterin der Feier tritt an den Tisch und nimmt die Abdeckung von Brot und Kelch. Er/sie nimmt den Teller mit dem Brot uns spricht:

 

Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, und mit seinen Jüngern zu Tische saß, nahm des Brot, sagte Dank und brach’s, gab’s seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das tut zu meinem Gedächtnis.

 

Desgleichen nach dem Mahl nahm er den Kelch, sagte Dank, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus, das ist mein Blut des Neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Das tut zu meinem Gedächtnis.

 

Austeilung

 

L: Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn traut.

 

(Brot und Wein / Saft werden in der Form, die vorher besprochen wurde, ausgeteilt) Wer seinem Nachbarn / Nachbarin das Brot reicht, sagt dazu:

 

Nimm und iss vom Brot des Lebens.

 

Wer seinem Nachbarn / Nachbarin das Brot reicht, sagt dazu:

 

Nimm und trink vom Kelch des Heils.

 

Entlasswort

 

(wenn alle gegessen und getrunken haben, spricht:

 

L: Christus spricht: Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt. Dank sei Dir, Jesus Christus.

 

Dankgebet

 

A: Lobe den Herrn, meine Seele,

und was in mir ist, seinen heiligen Namen!

Lobe den Herrn, meine Seele,

und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

der dir alle deine Sünde vergibt

und heilet alle deine Gebrechen,

der dein Leben vom Verderben erlöst,

der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,

 

L: Gemeinsam beten wir:

 

A: Vater unser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Segenslied

EG 170 Komm, Herr, segne uns

oder

EG 171 Bewahre uns, Gott

 

Segen

 

L: Der Herr segne uns und behüte uns

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden.

 

A: Amen.

Ökumenisches Abendgebet

Traditionell und öffentlich wahrnehmbar ruft die Glocke zum Gebet.


Um 19.30 Uhr läutet die Glocke.
Es sind alle evangelischen Gemeinden in Baden-Württemberg und die katholischen Gemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart eingeladen, eine Kerze ins Fenster zu stellen und zu beten.

 

Landesbischof July hat formuliert:

„Die Glocken sollen uns daran erinnern, dass wir unser Leben auch in diesen Krisentagen mit dem großen Horizont der Gegenwart Gottes sehen."

 

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ruft dazu auf, täglich um 19 Uhr gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen oder zu musizieren. Das könne auch auf dem eigenen Balkon und im Garten geschehen, so die EKD.

 

Die Landeskirche macht auch unter den eingeschränkten „Corona-Gegebenheiten“ reichhaltige Angebote: Gottesdienste im Fernsehen sind auch weiterhin im Netz abzurufen. Außerdem wird es auch live im Internet gestreamte Gottes- und Kindergottesdienste geben.

 

Ferner gibt es zahlreiche Initiativen der Nachbarschaftshilfe. Eine Zusammenstellung aus den Kirchengemeinden und -bezirken sowie Werken der württembergischen Landeskirche und anderer Kirchen im deutschsprachigen Raum finden Sie auf der Sonderseite Gemeindeleben online auf der Homepage der Landeskirche. Außerdem finden Sie auf weiteren Sonderseiten Tipps und Hinweise zum Corona-Virus sowie geistliche Texte zur Corona-Pandemie. Die Zusammenstellungen werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

 

Anleitungen für verschiedene Formen des Abendgebetes finden Sie in der Kirche am mittleren Eingang

 

 

Ökumenisches Abendgebet

 

Landesbischof July hat formuliert:

„Die Glocken sollen uns daran erinnern, dass wir unser Leben auch in diesen Krisentagen mit dem großen Horizont der Gegenwart Gottes sehen. Die Glocken rufen uns zur Andacht und Fürbitte. Wir denken an die kranken Menschen und alle, die im medizinisch-pflegerischen Bereich, im öffentlichen Dienst, in den Familien und Nachbarschaften für Unterstützung und Hilfe sorgen.“
Wir denken auch an die, die durch die Einschränkungen der Coronakrise in große Schwierigkeiten kommen: die geliebte Menschen nicht mehr besuchen können oder die die Besuche schmerzlich vermissen, die (fast) vor dem Konkurs stehen, die nicht wissen wie sie die Miete bezahlen können, die in ihrer Familie viel zu dicht aufeinandersitzen und die mit dem Tod konfrontiert werden und damit nicht zurechtkommen.

Beten Sie mit, einzeln oder mit der Familie bzw. der Hausgemeinschaft.

 

19.00 Balkonsingen der EKD

Einer: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“       Alle: Amen.

Die Kerze wird entzündet und ins Fenster, möglichst zur Straße hin, gestellt.

Einer: Wir beten in der Stille  (Gebetsstille)

Einer: Wir singen verbunden mit Christen überall im Land

(alle gehen auf den Balkon oder treten ans Fenster

Lied: "Der Mond ist aufgegangen" Evang.
Gesangbuch 482, Gotteslob 93

Einer: Wir beten gemeinsam. Alle: Vater Unser …

Einer oder alle: Luthers Abendsegen

„Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.“

Alle: Amen.
19.30 Uhr Glockengebet, ökumenisch

 

Einer: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“

Alle: Amen.

Die Kerze wird entzündet und ins Fenster, möglichst zur Straße hin, gestellt.

Einer: Wir beten in der Stille        (Gebetsstille)

Gemeinsames Vater unser

Segenswort: Der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen in Christus Jesus. Amen.

 

19.30 Uhr Glockengebet, Fürbittgebet am Abend

Wie es jeden Tag dunkel wird, so wird auch jedes Leben einmal enden.
Lass mich so leben, dass ich jederzeit beruhigt sterben kann.
Bitte vergib mir alles, was ich heute Liebloses getan habe.
Vergib mir jedes Gefühl der Verachtung, Angst, Zorn, Gier, Neid, Geiz, Überheblichkeit und Trägheit.
Vergib mir jeden Gedanken der Abwertung, des Vergleichens, des Urteilens, der Hoffnungslosigkeit und der Lieblosigkeit.
Vergib mir jede lieblose Tat, jedes lieblose Wort, jede Minute, in der ich DICH aus den Augen verloren habe.
Ich danke DIR. DU erlöst mich von alle dem.
Himmlischer Vater, ich befehle dir jene Menschen an,
die deine Hilfe und deinen Schutz besonders brauchen ...
All meine Sorgen vertraue ich DIR an. DU nimmst sie mir ab.
DU lässt mich ruhig schlafen und morgen erholt aufwachen.

 

 

Eine Liturgie für ein Tagzeitengebet, wie sie im Stift Urach, dem Einkehrhaus unserer Landeskirche gefeiert wird, finden Sie unter stifturach.de/content/2-stift-urach/8-modern-froemmigkeit-leben/gebetsliturgien_stift-urach.pdf

18.30 Uhr Fürbittgebet am Abend


Wie es jeden Tag dunkel wird, so wird auch jedes Leben einmal enden.
Lass mich so leben, dass ich jederzeit beruhigt sterben kann.
Bitte vergib mir alles, was ich heute Liebloses getan habe.
Vergib mir jedes Gefühl der Verachtung, Angst, Zorn, Gier, Neid, Geiz, Überheblichkeit und Trägheit.
Vergib mir jeden Gedanken der Abwertung, des Vergleichens, des Urteilens, der Hoffnungslosigkeit und der Lieblosigkeit.
Vergib mir jede lieblose Tat, jedes lieblose Wort, jede Minute, in der ich DICH aus den Augen verloren habe.
Ich danke DIR. DU erlöst mich von alle dem.
Himmlischer Vater, ich befehle dir jene Menschen an,
die deine Hilfe und deinen Schutz besonders brauchen ...
All meine Sorgen vertraue ich DIR an. DU nimmst sie mir ab.
DU lässt mich ruhig schlafen und morgen erholt aufwachen.

 

oder ein Abendlied

Andacht für den 29. März

Andacht für Sonntag Judika, 29. März 2020

Vorschlag des OKR für häusliche Andachten

Kirchenrat Dr. Frank Zeeb

 

Synode und Kollegium des OKR folgen der Verordnung der Landesregierung, in deren Anwendung einstweilen keine öffentlichen Gottesdienste in den Gemeinden stattfinden, um – soweit das menschenmöglich ist – die Verbreitung des neuartigen Virus zu verlangsamen. In diesen Zeiten geschieht gottesdienstliches Leben, gottesdienstliche Andacht und gottesdienstliche Anbetung auf andere Weise als durch den sonntäglichen Predigtgottesdienst. Hier ist nicht zuletzt Fantasie und Kreativität gefordert, sich unter das Wort zu stellen und dennoch die „erste Bürgerpflicht“ zu erfüllen, soziale Kontakte soweit als möglich zu reduzieren. Zumeist denkt man an digitale Möglichkeiten. Aus einer Wohnanlage in Württemberg wurde mir berichtet, dass dort Liturgie über die Balkone hinweg gepflegt wird … Meistens werden es jedoch Familien sein, die den Sonntag „hier und dort in den Häusern“ begehen möchten. Größer wird die Gemeinschaft auch, wenn sich mehrere Familien verabreden und zur selben Zeit feiern (vielleicht tatsächlich unter Verwendung von Videokonferenzen o.ä.?)

 

(L: Liturg, A: Alle, E1-E4 Einzelne)

Der Vorschlag folgt weitgehend der Struktur des sonntäglichen Predigtgottesdienstes. Sie ist als Ganzes komponiert, dennoch können einzelne Teile ausgetauscht oder gelöscht werden. Das gemeinsame Gebet ist bewusst etwas breiter gefasst als das im Sonntagsgottesdienst der Fall ist, es kann auch ­ – vor allem das Fürbittgebet – durch eine Gebetsgemeinschaft ersetzt werden.

Wenn in dieser Form gebetet werden soll, sollten entweder genügend Exemplare für die Hand der Teilnehmenden bereit liegen oder – wo die technische Möglichkeit besteht – eine Wandprojektion gemacht werden. Selbstverständlich kann man die Zahl der Lesenden auch anders aufteilen.

Statt einer Lesepredigt teilen die Anwesenden ihre Gedanken miteinander nach einer Variante des bekannten „Bibel-Teilens“. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass ein Einzelner oder mehrere eigenständig Zeugnis ablegen.

Die Lieder können selbstredend gegen andere ersetzt werden, es wurde darauf geachtet, möglichst bekannte Lieder vorzuschlagen. Auch ein dünner oder vielleicht nicht ganz tonsicherer Gesang vereint uns mit den himmlischen Chören – es ist aber auch nicht schlimm, wenn einmal nicht gesungen werden kann. Wo das technisch geht, kann man auch die Liedtitel einfach in Youtube eingeben und dann eine entsprechende Fassung verwenden, noch nicht alle Lieder sind in der Cantico-App.

Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind selbstverständlich auch bei diesem Gottesdienst zu beachten (möglichst großer Sitzabstand, kein Segenskreis mit Händefassen …)

Der Oberkirchenrat wünscht allen Feiernden die Erfahrung der Anwesenheit unseres Gottes, der uns geleitet in guten und schweren Tagen und ganz bestimmt stärker ist als alle Mächte und Viren dieser Welt.

 

<h4 style="mso-list:l0 level4 lfo1">Liturgie</h4>

L: Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.
L: Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn.
A: Der Himmel und Erde gemacht hat.

(Entzünden einer Kerze)

Begrüßung

 L: Liebe Schwestern und Brüder, heute ist der fünfte Sonntag der Passionszeit, der Sonntag Judika. Judika heißt auf Deutsch „Schaffe mir Recht, Gott“. An Jesu Schicksal wird deutlich, dass Menschenwürde immer in Gefahr ist, dass Leid, Schuld und Tod in der Welt eine grausame Wirklichkeit sind. Aber Gott ist ein Gott, der Gerechtigkeit will, den Unterdrückten und Leidenden zur Seite steht. Deshalb ist er in Jesus zu uns gekommen und hat durch seinen Tod alle Schuld und alles Leid, ja, den Tod selbst besiegt.

 So grüße ich Sie / Euch mit dem Wochenspruch für den heutigen Tag: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“

Lied: EG 361,1.2.4.6: Befiehl du deine Wege (Cantico-App)

https://www.youtube.com/watch?v=TXMZVpwiLaw


Psalm 43 / EG 724 (auf das Ehr sei dem Vater wird auf dem Höhepunkt der Passionszeit verzichtet)

Eingangsgebet: (nach reformiert-info.de)

E 1: Gnädiger und gerechter Gott,
das Leiden deines Sohnes
führt uns vor Augen,
wozu Menschen fähig sind,
wenn sie hassen,
wenn sie Angst haben, zu kurz zu kommen,
oder sich unkritisch treiben lassen
von gewissenlosen Stimmungsmachern.

E 2: Wie in einem Spiegel
erkennen wir dabei auch eigene Abgründe:
Feigheit, wenn wir gefordert sind,
mutig zu reden und zu handeln,
Abgestumpftheit gegen fremdes Elend,
und manchmal auch
bewusste Gemeinheit und Schadenfreude.


E 3: Es beschämt uns,
wenn wir uns eingestehen müssen,
dass wir nicht so sind,
wie wir gern wären
oder wie wir vorgeben zu sein.


E 4: Vor dir, Gott,
ist unser Innerstes nicht verborgen.
Aber das Kreuz deines Sohnes
erinnert uns auch daran:
Deine Liebe ist stärker
als das Böse in uns
und in unserer ganzen Welt.


A: Deine Liebe behält das letzte Wort
und schafft neue Anfänge.
Gnädiger und gerechter Gott,
erneuere auch uns.

 

Stilles Gebet

L: Wir beten weiter in der Stille, miteinander und füreinander.

(Gebetsstille)

L: Herr, du hörst unser Gebet, darum kommen wir zu dir.


Lied: EG 97: Holz auf Jesu Schulter

www.youtube.com/watch

oder EG 172: Sende dein Licht und deine Wahrheit

 

Predigttext: Hebr 13,12-14
(Der Predigttext wird nach der Methode: „Bibel Teilen“ in sieben Schritten gemeinsam erschlossen)

Bibel Teilen in sieben Schritten:

1.       Wir öffnen uns für Gott in Gebet und Lied:
Herr, du unser Gott, öffne unsere Herzen und unseren Sinn für dein Wort. Wir wollen hören, rede du. Was du uns sagen willst, das lass uns aufmerksam wahrnehmen. In all unserer Sorge, tröste uns. Gib uns ein festes Herz, das uns gewiss macht in der Hoffnung auf dich. Gib uns ein waches Auge, dass wir nicht nur geistlich aufschauen und vor allem nicht zurückschauen, sondern den Nächsten und seine Not sehen. Und gib uns eine sichere Hand, dass wir in den kommenden Tagen das rechte Tun, besonnen und mit Augenmaß. Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, unseren Herrn.

2.       Eine/r liest den Predigttext
„Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

3.       Verweilen und Vertiefen
Der Text wird erneut – langsam – gelesen. Jeder und jede wird eingeladen, mitzulesen und an den Stellen, die ihm besonders naheliegen, besonders zu betonen. In einer dritten Lesung gelingt es oft, einen emotionalen Klangteppich zu weben, bei dem die Gefühle (Ablehnung, Zweifel, Angst, Freude …) wie in einer Symphonie zusammenklingen.

4.       Schweigen (ca. 3-5 Minuten)
Die Teilnehmenden besinnen sich, jeder und jede für sich, was der Text jede/m einzelnen sagen will. Sie lassen sich darauf ein, dass nicht alles unmittelbar einsichtig ist. Sie suchen nach Anknüpfungspunkten in ihrem Leben und besinnen sich darauf, was sich in der kommenden Woche von diesem Text her in ihrem Alltag nahelegt.

5.       Mitteilen
Wer mag, kann den anderen die eigenen Gedanken mitteilen. Wichtig ist, dass es in dieser Phase nicht um Diskussion geht, sondern darum, zu hören, was der Text bei den Schwestern und Brüdern ausgelöst hat. Deshalb wird hier nicht kommentiert.

6.       Austauschen

Wir suchen im Gespräch nach der Bedeutung des Textes. Meist ergibt sich aus der Mitteilungsphase ein Gespräch und Themen von allein. Wenn nicht, könnten Leitfragen hilfreich sein:

-        „Draußen vor dem Tor / vor der Tür“ … woran denken wir bei dieser Redensart

-        Ist nur der Tod Jesu gemeint und seine „Schande“, die er auf sich nimmt, oder hat das Wort auch einen Bezug auf die ausgegrenzten Menschen heute?

-        Was meint der Text, wenn er uns auffordert, „hinauszugehen“? Was kann das bedeuten, wo wir doch „zu Hause bleiben“ sollen?

-        Wie stellen wir uns die „zukünftige Stadt“ vor?

-        Ist der Verweis auf die „zukünftige Stadt“ nicht eine billige Vertröstung, fast schon zynisch angesichts des Leids in der Welt?

-        „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“ (Joh 16,33)

 

7.       Lied: z.B. EG 95,1-4 Seht hin, er ist allein im Garten

www.youtube.com/watch

oder EG 592: Licht, das in die Welt gekommen

 

Fürbittengebet (nach velkd.de) :
E1: Ratlos sind wir, Gott,
und bringen unsere Ratlosigkeit vor dich.


E2: In Sorge um unsere Angehörigen sind wir,
und wir bringen unsere Sorge vor dich.


E3: Bedrückt sind wir,
und wir bringen unsere Angst vor dich.


A: Dankbar sind wir für alle Menschen,
die uns Mut machen,
und wir bringen unseren Dank für sie vor dich.


E 1: Mitten hinein in unsere Angst
schenkst du uns das Leben.


E 2: Du schenkst uns
Musik, Gemeinschaft und
die Fürsorge unserer Freunde und Nachbarn.


E3: Du schenkst uns
Inspiration,
Freundlichkeit
und Mut.


A: Du schenkst uns
den Glauben, die Liebe und die Hoffnung.
Dir vertrauen wir uns an – heute und morgen und an jedem neuen Tag.
Amen.


L: Vater unser


Segen

L:: Der Herr segne uns und behüte uns // der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns
und sei uns gnädig. // Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns, und schenke uns Frieden.
A: Amen.

 

Einladung zu einer Andacht zuhause – statt Gottesdienst

Von Ina Makowe, Pfarrerin in Vorbachzimmern, Pfitzingen, Rüsselhausen und Adolzhausen.

 

 

Liebe Menschen unserer Gemeinden!

 

Das gab es wohl noch nie? Jedenfalls nicht, solange ich denken kann:

Geschlossene Kirchen, Verbot der Gottesdienste.

 

Das ist schade, aber hindert uns nicht, uns selbst mit der Bibel zu beschäftigen, Lieder zu singen, nachzudenken, zu beten.

Ich möchte Euch mit dem folgenden Blatt einladen, das zu tun.

 

Dazu habe ich die zu diesem Sonntag gehörigen Lieder und Texte aufgelistet. Ihr könnt sie allein oder mit anderen Eurer Familie lesen, eine Stille lassen, Euch austauschen: Was hat der Text mit unserer augenblicklichen Situation zu tun? Wo finde ich mich da wieder?

Ist mir der Text fremd und fern oder nah und vertraut?

 

Ich habe Euch keine Predigt dazu geschrieben.

Eine Predigt gehört für mich in den Raum einer Kirche.

Eine Predigt gehört „ge-hört“, nicht gelesen. – finde ich.

 

Und diese Situation augenblicklich ist eine Chance:

Wieder die Bibel „zu teilen“, uns mitzuteilen, auszutauschen.

Selbst nachzudenken, die Bibeltexte die Woche mitgehen zu lassen.

Dazu lade ich Euch ein.

 

Wenn Ihr Lust habt, schreibt mir per email Eure Erfahrungen und Gedanken. Das würde mich freuen!

 

Denkt daran, dass wir einander verbunden sind im Geiste.

Wir können füreinander beten und aneinander denken.

 

Und uns unterstützen, wo wir uns brauchen.

Um Hilfe zu bitten in dieser Zeit ist keine Schande, sondern Notwendigkeit.

 

 

Es ist eine ungewohnte Situation, und manche von uns sind vielleicht verunsichert oder fühlen sich auch bedroht.

Da ist es gut,- auch wenn wir uns augenblicklich nicht so nahe sein können, wie wir das kennen, auch wenn wir uns nicht umarmen können – zu wissen: Du bist nicht allein. Ich bin nicht allein.

Wir sind eine Gemeinschaft von Glaubenden. Von Gott gestärkt.

So sei es.

 

Ich grüße Euch herzlich! Gottes Lebens-Segen sei mit Euch!

Eure Pfarrerin Ina Makowe

Sonntag, 22.März 2020

 

4.Sonntag der Passionszeit: „Laetare“ nach Jes.66,10: „Freut euch über Jerusalem alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.“

 

Wochenspruch: Joh 12,24:

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein;

Wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“

 

Psalm 84/734

 

Wochenlieder:

EG  98  Korn, das in die Erde

     396  Jesu, meine Freude

NLplus 86  Wenn das Brot, das wir teilen

 

Mögliche durchgängige Lieder für diese Zeit:

EG 576 Meine Hoffnung und meine Freude

     574 Nichts soll dich ängsten

 

Schriftlesung: Joh 12, 20-24

 

Predigttext: Jes.66, 10-14

 

Oder Text aus dem Fastenkalender der EKD der 4.Woche:

Hiob 30, 24-31  „Ich hoffte auf Licht, und es kam Finsternis“

(Manchmal strandet die Zuversicht, strauchelt die Hoffnung und die Finsternis droht zu obsiegen. Das darf, ja, das muss man beweinen und beklagen. Und im Schrei schwingt die leise Hoffnung mit, dass mich doch jemand hört)

Ein kurzer Text aus dieser Woche des Kalenders zum obigen Thema:

Mascha Kaléko, Lyrikerin:

 

Nachts        

 

Die Nacht

In der

Das Fürchten

Wohnt

 

Hat auch

Die Sterne

Und den

Mond

 

Fürbittengebet nach Taizé im EG Nr.787.7    

 

 

Karfreitag

An Karfreitag erinnern wir uns an Jesu Tod. Es ist ein trauriger Tag. Kar-Freitag kommt von althochdeutsch "karen". Das bedeutet "weinen" und "sich sorgen". Das englische Verb "to care" kommt aus derselben Wurzel.

Dieses Jahr gibt es zur Todesstunde Jesu, von 15 -16 Uhr, ein Feuer des Todes auf dem Kirchplatz. In diesem Feuer dürfen Gefühle und Gedanken "sterben". Auf einen Zettel schreibt man, was sterben soll, z.B. die Wut auf den Nachbarn, der Gedanke hässlich zu sein, die Unfähigkeit zu xy. Diesen Zettel verbrennt man im Feuer. Dabei kann man ein Gebet um Vergebung sprechen.

In der Kirche brennen die Kerzen auf dem Altar und die Osterkerze.

Gleichzeitig ist in der Kirche ein Konzert zu hören. Susanne und Hans-Ulrich Nerger haben es eingespielt. Es sind Stücke verschiedener Komponisten. Sie können sich setzen und die Musik genießen. Die Stücke werden wiederholt. Unter

 

https://www.dropbox.com/sh/i2ufx9cl863irjf/AADOElynaO57q_toh-74iMwaa?dl=0

können Sie sich das Konzert anhören.

 

Um 16 Uhr werden alle Feuer gelöscht. Die Osterkerze kommt weg. Der Ständer bleibt bis zum Ostermorgen leer. Die Glocken schweigen ebenfalls in dieser Zeit.

Bis zu 10 Personen dürfen sich gleichzeitig in der Kirche aufhalten. Bitte halten Sie den vorgeschriebenen Abstand von 2m ein. Hinter der Gebetswand sollte sich nur eine Person aufhalten.

Gründonnerstag

An Gründonnerstag erinnern wir uns an das letzte Essen, das Jesus mit seinen Jüngern teilte. Danach ging er in den Garten Getsehmane und weinte. Daher auch der Name des Tages. "Grün" kommt von "greinen", einem alten Wort für "weinen".

Abends um 19.30 läuten wie an jedem Abend die Glocken. Sie laden zum Gebet. An Gründonnerstag wird Pfarrerin Barbara Wirth Brot und Wein segnen. Jede*r der/die möchte, kann Brot und Wein zum Segnen bringen. Die gesegneten Gaben können zu Hause in einer Andacht genossen werden.

Wegen der Beschränkungen dürfen wir das Abendmahl nicht in der Kirche miteinander teilen. In der Kirche dürfen höchstens 10 Personen gleichzeitig sein. Bitte halten Sie den Abstand von 2m ein.

Ostergruß der Kinderkirche

Sonntag Quasimodogeniti, 19.04.20

 

Auch heute beteten wir wieder um 10 Uhr.

 

NL+ 147 "Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht"

Psalm
Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.
Gott nahm in seine Hände meine Zeit.
Mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
mein Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.
Was macht, dass ich so fröhlich bin
in meinem kleinen Reich.
Ich sing und tanze her und hin
vom Kindbett bis zur Leich.
Was macht, dass ich so furchtlos bin
an vielen dunklen Tagen.
Es kommt ein Geist in meinen Sinn,
will mich durchs Leben tragen.
Was macht, dass ich so unbeschwert,
und mich kein Trübsal hält,
weil mich mein Gott das Lachen lehrt,
wohl über alle Welt.

(Hanns Dieter Hüsch)

Es wurden keine neuen Gebete abgegeben. Ich werde ein stilles Gebet halten.

Der Predigttext ist aus Jesaja 40, 26-31.
Ich lese ihn in der Kirche zwei Mal. Dann erzählen sich die Anwesenden, was ihnen dazu für Gedanken gekommen sind.
Ich hatte den Text dann drei Mal gelesen. Einmal in der Lutherübersetzung und zwei Mal in der Verdeutschung von Martin Buber.

Dankgebet, für alles, was durch die Coronakrise Gutes geschehen ist.

Guten Morgen lieber Gott
Ich freue mich, dass ich gut geschlafen habe und dass die Natur so wunderbar aufblüht, dass ich mich an viele Freunde u Bekannte erinnere u auch telefonieren kann. Ich habe zu Essen u zu trinken und ein schönes zu Hause.
Leid tun mir die Menschen, die in dieser Coronazeit arbeiten müssen bis zur Erschöpfung, ich bete für sie.
Dieser Zeit kann man aber auch viel gutes abgewinnen, z. B." Wir haben alle mehr Zeit"
und reden mit A(n)bstand miteinander.
....und keine Kondensstreifen am Himmel,
und lerne n vielleicht in Zukunft unser schönes Deutschland besser kennen und werfen keine 80 kg/Jahr Lebensmittel mehr weg.....und schätzen und kaufen deutsche, regionale, saisonale Produkte.
Lieber Gott, gib der Menscheit die Kraft zum Nachdenken und auch Danach-Handeln und sege sie mit Zufriedenheit. danke. AMEN

Wir bitten für alle, deren Namen auf der Pinnwand stehen und noch für alle anderen, die uns am Herzen liegen.

Carola Baumann, Gertrud Feige-Schey, Ralf Treumann, Hedwig Renner, Karl Maske, Carolin Müller mit Familie, Georg und seine Eltern, Inge Richter, Rosa Lörke, Familie Zacher, Fam. Petersen, Fam. Götzelmann, Birgit, Jörg, Claudia, Carina, Tobias und Tatjana, Marta und Adolf Scheffel, Renate Holzwarth, Ernst und Hilde Ulshöfer, Herbert, Elsa Prinz, Dennis und Audrey Öhm, die werdenden Eltern Christiane Jing und Partner, Kent und Peggy Öhm mit Kindern und Enkelkindern

Vaterunser.

316, 1-2+4 Lobet

Lieder singen wir nach Lust und Laune.