Gottesdienste für Groß und Klein

Wir feiern Gottesdienst in der Kirche für die Erwachsenen und für die Kinder im Gemeindehaus.

Gottesdienste in der Kirche für alle Generationen

Der Gottesdienst beginnt um 9 oder um 10 Uhr. Wann genau und wer predigt können Sie im Gemeindekalender sehen, wenn Sie in der Tagesansicht den entsprechenden Tag anklicken. In der Monatsübersicht sehen Sie nur die Uhrzeiten. In der Tagesansicht kommen die Details.

Wenn der Gottesdienst um 9 Uhr beginnt, wird vorgeläutet, d.h., das Läuten beginnt bereits um 8.52 Uhr! 

 

Gottesdienste im Gemeindehaus für die Kinder

Der Kindergottesdienst wird 2019 durch ein neues Team verantwortet.

Der Kindergottesdienst richtet sich an Kinder zwischen 5 und 13 Jahren. Er findet am ersten, zweiten und dritten Sonntag im Monat um 11 Uhr im evangelischen Gemeindehaus statt. Die genauen Termine finden Sie im Gemeindekalender.

Weitere Angaben finden Sie im wöchentlich erscheinenden "Mitteilungsblatt" und den Schaukästen.

Psalm 23 auf Hohenlohisch

Bsalm 23

 

1.  Der I-bin-doo basst auf mi auf.
Doo hobb i immer gnuech.

2. ER lesst mi doo ausgruewe wu’s schää is.
freindli fiehrt ER mi zu em schäne Plätzle mit Wasser.

3. Mei Seel bringt ER mir widder.
Und bringt mi ins rechde Gleis, wall ER sou is wi ER haaßt.

4. Und aa wenn i midd tödlichi Katastrophe rechne mueß, hobb i ko Engst, dass wos Schlechtes kumme däd. Wall DU doo bist, bo mir. Du basst auf mi auf. DU beschitzt mi.

5. DU sorgst drfir, dass es mir gued gäht.
Des raibst DU denne unner die Noose, die es gäre seeche däde, dass es mir schlecht gäht.
Vo DIR griech i Ouerkennung und Wertschätzung, awwer hallo.

6. Bloos Gueds und Hilf kleewe mir ou de Ferse jeden Dooch in meim Leewe
und i kou ausgruewe doo wu DU bist, so lang i leeb.

Aus dem Urtext ins Hohenlohische übertragen von Barbara Wirth.

Wo wir dich loben wachsen neue Lieder +

Zur Ergänzung des evangelischen Gesangbuches ist ein neues Liederbuch herausgekommen. Es wird auch bei uns in Edelfingen im Gottesdienst eingesetzt. Genau wie die altvertrauten Evangelischen Gesangbüchern liegt es in der Kirche aus.

Auf der Liedertafel werden die Lieder des neuen Gesangbuches mit einem + vor der Nummer gekennzeichnet.

Die neue Perikopenordnung

Über welchen Bibeltext die Pfarrerin am Sonntag predigt, welchen Wochenspruch der Pfarrer an den Anfang der Liturgie stellt, welches Lied nach der Schriftlesung gesungen wird – all dies bestimmen in der Regel nicht diejenigen, die den Gottesdienst gestalten. Bei der Auswahl dieser Texte orientieren sie sich an der jeweils gültigen Perikopenordnung (der biblische Predigttext wird auch „Perikope“ genannt). Die Tradition der Perikopenordnungen kennen wir schon aus dem vorchristlichen Synagogengottesdienst. Die entstehenden christlichen Kirchen haben diesen Brauch übernommen.

Im Laufe der Kirchengeschichte wurden die Perikopenordnungen des Öfteren verändert. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es sechs verschiedene Perikopenreihen, die jeweils mit dem ersten Advent beginnen und nacheinander an der Reihe sind. Die Reihe I umfasst Evangelientexte, die Reihe II Episteltexte (neutestamentliche Briefe), die Reihen III-VI diese und andere biblische Bücher. Ein bestimmter Bibeltext wird also nur alle sechs Jahre gepredigt.

Im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland gilt ab dem ersten Advent 2018 eine neue Perikopenordnung, die in den bisherigen Textbestand maßvoll eingreift. Die württembergische Landeskirche schließt sich zunächst für ein Jahr dieser neuen Regelung an. Vermutlich wird in diesem ersten Jahr noch erarbeitet, welche württembergischen Akzente zusätzlich gesetzt werden sollen und in welcher Form die neue Ordnung dann auch für uns gilt. Ab dem ersten Advent verändern sich also auch bei uns die Gottesdienste. Was wird anders? Worauf können wir uns freuen?

Eine große Veränderung ist die "Durchmischung" der bisherigen Predigtreihen. Es werden also nicht mehr wie bislang im ersten der sechs Jahre nur Evangelientexte gepredigt, im zweiten Jahr dann Episteltexte usw. Ein Predigtjahr wird von jetzt ab bei den Texten abwechseln: An einem Sonntag kommt ein Evangelientext an die Reihe, am nächsten ein Episteltext und dann ein alttestamentlicher Text. Es wird abwechslungsreicher. Man hat hier besonders an die Konfirmanden/innen gedacht. Während des einen Jahres, das sie häufiger in den Gottesdienst kommen, sollen sie möglichst die Vielfalt der Bibel hören.

Wer mitgerechnet hat, weiß nun, dass rund ein Drittel aller Texte aus dem Alten Testament stammen. Dafür wurde ihr Anteil verdoppelt. Im Hintergrund steht die Neuentdeckung der Bedeutung des Alten Testaments in den letzten Jahrzehnten durch die christliche Theologie. Jetzt soll im Gottesdienst verstärkt der eigenen Stimme des Alten Testaments Raum gegeben werden. Hierbei spielt auch das christliche Gespräch mit dem Judentum eine Rolle. Das Neue Testament ist im alten verankert. Ohne dieses hinge die Christusgeschichte in der Luft. Es ist nötig, um das Christuszeugnis als biblisches Gotteszeugnis zu hören.

Neu wird es auch bei den Wochenliedern. Künftig gibt es pro Sonntag zwei Wochenlieder, ein älteres und ein neueres. Dazu wird es ein neues Liederbuch geben, das das bisherige Gesangbuch ergänzt („Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder PLUS“).

An einer Stelle wird auch das Kirchenjahr neu strukturiert. Mit dem 2. Februar (Mariä Lichtmess) endet künftig fest die Epiphaniaszeit. Am 3. Februar beginnt die Vorpassionszeit. Die Sonntage nach dem 2.2. werden künftig als „5. bzw. 4. Sonntag vor der Passionszeit“ bezeichnet. Dann folgen Septuagesimä, Sexagesimä, Estomihi, Invokavit usw.

Der Zehnte Sonntag nach Trinitatis (Israelsonntag) hat nun zwei Ausrichtungen zur Auswahl. Entweder kann er als Gedenktag der Tempelzerstörung (liturgische Farbe: violett) oder mit der Thematik Kirche und Israel (liturgische Farbe: grün) gefeiert werden.

Wer neugierig geworden ist auf die vielen neuen Akzente, die uns in unseren Gottesdiensten erwarten, kann sich hier ausführlicher informieren: https://www.fachstelle-gottesdienst.de/gottesdienst-in-wuerttemberg/perikopenrevision-2018/

Evelina Volkmann, Fachstelle Gottesdienst