Immer wieder gibt es etwas Neues in unserer Kirchengemeinde - Sie finden es auf dieser Seite!

Einen Antrag auf Reduzierung

Einen Antrag auf Reduzierung der zu wählenden Kirchengemeinderät*innen auf fünf, von bisher sieben, stellt der Kirchengemeinderat ans Dekanatamt.

Damit fehlt noch ein Bewerber, eine Bewerberin, für die nötige Anzahl.

Wie wäre es mit Ihnen? Wenn Sie über 18 sind und Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde Edelfingen können Sie sich hier bewerben.

Sprechen Sie die Pfarrerin oder ein anderes Mitglied des Kirchengemeinderates an.

Kirchenwahl am 1. Advent

Am 1. Advent ist Kirchenwahl. Das ist am 1. Dezember.

Es kann jeder gewählt werden, der 18 Jahre alt, evangelisch und in Edelfingen gemeldet ist.

Bewerben Sie sich? Bewerben Sie sich! Hier ist Platz für Sie!

Für einen gültigen Wahlvorschlag braucht es den Namen, Beruf und Anschrift des Bewerbers/der Bewerberin mit seiner Unterschrift und die Unterschriften von fünf Unterstützern, mit Name, Vorname und Anschrift. Diesen Wahlvorschlag geben Sie im Pfarramt ab.
Mit Ihrer Unterschrift sagen Sie zu, sich der Wahl zu stellen und dass Sie bereit sind, das Versprechen abzulegen, das unten aufgeführt ist.

Was macht ein Kirchengemeinderat/rätin?

Kirchengemeinderäte zünden Lichter an.

Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen.

Die Kirchengemeinderäte leiten zusammen mit der Pfarrerin die Gemeinde. Sie gestalten aktiv die Gemeindearbeit. Das ist gerade in Zeiten des Umbruchs wichtig. Mit dem Pfarrplan 2024 wird die Pfarrstelle Edelfingen gestrichen. Es laufen Gespräche mit Althausen und Neunkirchen, wie man das am besten gestaltet.

Kirchengemeinderäte treffen sich ca. ein Mal monatlich zu einer abendlichen Sitzung von 19.30 - 22.00 Uhr. Sie helfen beim Gemeindefest mit. Sie gehen einmal im Jahr ein Wochenende auf eine Klausurtagung.

Die gewählten Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte werden nach ihrer Wahl in einem Gottesdienst in ihr Amt eingeführt. Das Versprechen, das ihnen dabei abgenommen wird, lautet: 

„Im Aufsehen auf Jesus Christus, den alleinigen Herrn der Kirche, bin ich bereit, mein Amt als Kirchengemeinderat zu führen und dabei mitzuhelfen, dass das Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und in den Bekenntnissen der Reformation bezeugt ist, aller Welt verkündigt wird. Ich will in meinem Teil dafür Sorge tragen, dass die Kirche in Verkündigung, Lehre und Leben auf den Grund des Evangeliums gebaut wird, und will darauf Acht haben, dass falscher Lehre, der Unordnung und dem Ärgernis in der Kirche gewehrt wird. Ich will meinen Dienst im Gehorsam gegen Jesus Christus nach der Ordnung unserer Landeskirche tun.“

Das Ende der Bewerbungsfrist ist am 3. November.

Theobaldsfest: Lust auf Kirche? Lust auf Kirche!


Am 7. Juli feiern die Edelfinger Christen ihr diesjähriges ökumenisches Gemeindefest.
Dieses Jahr steht es unter dem Motto

"Lust auf Kirche? Lust auf Kirche!"


Um 10.30 Uhr beginnt der Familiengottesdienst auf der Wiese hinter dem Gemeindehaus. Pastoralreferent Jens Jörgensmann, Pfarrerin Barbara Wirth und ein engagiertes ökumenisches Team gestalten ihn.
Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Mittagessen, auch vegetarisch. Kaffee und Kuchen, sowie später ein Vesper, stehen für das leibliche Wohl bereit. Für die Kuchentheke bitten wir um Ihre Spenden.
Familien mit Kindern können von 13-15 Uhr den Kinderflohmarkt nutzen um einerseits Dinge zu verkaufen, die man nicht mehr braucht und andererseits Dinge einzukaufen, die die Kinder gut brauchen können. Es gibt keine Standgebühr. Professionelle Händler sind nicht zugelassen.
Zeitgleich werden Spiele für Kinder angeboten. Beim Rudelsingen ab 17.30 Uhr singen wir was uns gefällt und so lange es uns gefällt. Gegen 18.30 Uhr endet das Fest.

Ökumenischer Familiengottesdienst 10.30 Uhr
Ab 11.30 Uhr Mittagessen, Kaffee u. Kuchen, Vesper
Kinderflohmarkt von 13.00 bis 15.00 Uhr
Spiele für Kinder von 13.00 bis 15.00 Uhr
Rudelsingen ab 17.30 Uhr
Ende des Festes 18.30 Uhr

Bei schlechter Witterung findet der Gottesdienst in der Turn- u. Festhalle Edelfingen statt. Anschließend geht es im Gemeindehaus weiter, Edelfingen, Alte Frankenstraße 64.

Neue Lieder braucht das Land - und die Kirche sowieso

Nachdem  das Evangelische Gesangbuch nun auch schon drei Jahrzehnte alt ist, gibt es eine Ergänzung. "Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder PLUS", so heißt das neue Gesangbuch. An Kantate (= lasst uns singen) wird es in unserer Gemeinde eingeführt.

Singgottesdienst

19. Mai 2019

10.00 Uhr

Edelfinger Kirche

 

Entdecken Sie neue Texte mit neuen Melodien, neue Texte mit bekannten Melodien und Altbewährtes im neuen Liederbuch.

Die Lieder aus dem Neue Lieder PLUS werden auf der Liedtafel mit einem + vor der Nummer gekennzeichnet.

 

 

 

Ramadan - Gruß des Landesbischofs July

 In ihrer Eigenschaft als Islambeauftragte für den Kirchenbezirk Weikersheim hat Pfarrerin Barbara Wirth ein Grußwort des Landesbischofs bekommen. Diesen Gruß wird sie zum Zuckerfest am Ende des Ramadans an die Moschee in Lauda weitergeben. Der Kirchenbezirk Weikersheim ist vermutlich der einzige in der ganzen Landeskirche, in dem es keine Moschee gibt.

 

An die muslimische Gemeinde in Lauda,

zum Ramadan und zum Fest des Fastenbrechens an seinem Ende sende ich Ihnen meine herzlichen Glück- und Segenswünsche.

 

Der Ramadan unterbricht mit Fasten, Gebet, Besinnung und festlichem Zusammenkommen die alltägliche Normalität im Jahreslauf. Ich wünsche Ihnen dafür Raum und Kraft.

 

Ein Thema im Ramadan ist, besonders auf die Beziehungen zu anderen Menschen zu schauen, sie zu pflegen, Konflikte zu lösen und Unrecht zu beheben.

 

Bei einem Gespräch am 12. März mit Vertretern von Moscheeverbänden hörte ich, dass sie besorgt sind über neue Vorbehalte Muslimen gegenüber in unserer Gesellschaft. Das Klima ist rauer geworden. Wenige Tage später war ich mit sehr vielen Menschen erschüttert über die furchtbaren Terrorattacken in Christchurch in Neuseeland. Muslime, die in zwei Moscheen zum Freitagsgebet zusammen waren, wurden in großer Zahl ermordet. Vor unserer Landessynode – dem Kirchenparlament – forderte ich zu Fürbitte und Gebet für die Opfer und ihre Angehörigen auf.

 

Inzwischen beklagen wir die Opfer am Ostertag in Sri Lanka, viele davon beteten in den Kirchen. Am gestrigen Tag wurde eine Synagoge in den USA angegriffen.

Es ist notwendig, dass wir aggressiven Ideologien auch in unserem Land entgegentreten. Hass, Abwertung, gar Terror gegen andere Menschen dürfen keinen Raum haben. Gemeinsam wollen wir für den Frieden und die Achtung eines jeden Menschen eintreten.

 

Deshalb will ich die Beziehung zu Muslimen weiter pflegen und ermutige die Menschen in unseren evangelischen Gemeinden dazu. Als religiöse Menschen wissen wir besonders um unsere Verantwortung, vor Gott, füreinander und für alle in unserem Land und in Gottes Schöpfung. Das verbindet uns – trotz der Verschiedenheit unserer Religionen.

Wenn derzeit in Baden-Württemberg wieder um Wege für einen islamischen Religionsunterricht als Regelfach gerungen wird, wenn die Einwände gegen Moscheebauten oder muslimische Vereine lauter und grundsätzlicher werden, dann merke ich, wie wichtig in unserer Beziehung weiter der gute Kontakt zueinander ist. Denn nur wenn wir Distanz und Vorurteil überwinden, können

wir die tatsächlichen Fragen, Differenzen und Probleme in den Blick nehmen und nach zukunftsfähigen Lösungen suchen, für ein gutes, faires und gerechtes Zusammenleben in unserem Land.

Gegen alle Versuche, Feindschaft und Hass zu verbreiten, wünsche ich mir und uns allen in unserem Land Baden-Württemberg, dass uns in der gesellschaftlichen Debatte, in der politischen Entscheidung und bei den anstehenden Wahlen eine Haltung des Respekts und der Toleranz leitet.

Mit freundlichen Grüßen und Friede sei mit Euch!

Dr. h. c. Frank Otfried July

Segnung gleichgeschlechtlicher Paare - und sie bewegt sich doch!

Nach langen Diskussionen hat die Landessynode ein Gesetz mit der nötigen Zweidrittel-Mehrheit beschließen können, das die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in unserer Landeskirche erlaubt. Es gilt nicht automatisch für alle Gemeinden.

"Das beschlossene Gesetz ermöglicht bis zu einem Viertel der Kirchengemeinden, Segungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare in ihre örtliche Gottesdienstordung aufzunehmen, wenn sich mindestens drei Viertel der Pfarrerschaft und drei Viertel des Kirchengemeinderates einer Gemeinde dafür aussprechen. Zuvor muss die Kirchengemeinde in einem Klärungsprozess zu der Überzeugung kommen, dass die öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare nicht Bibel und Bekenntnis widerspricht." (Bericht aus der Synode. Beraten und besschlossen. 1/2019)

Gerne kommt Pfarrerin Barbara Wirth mit Ihnen darüber ins Gespräch. Vielen ist unwohl bei dem Gedanken an gleichgeschlechtliche Beziehungen. Andere sind erleichtert, dass das, was in anderen Landeskirchen längst Alltag ist, nun auch in Württemberg möglich ist.
Es gilt hier, sich die biblischen Grundlagen möglichst unvoreingenommen anzuschauen.

Bei größerem Interesse der Gemeinde kann sie sich auch einen Gemeindeabend oder eine andere Veranstaltung dazu vorstellen.

 

 

 

Osterkerze 2019

Die Osterkerze wurde gestaltet von den Konfirmand*innen Marie Kreß, Anton Solopov, Juri Schneider und Mirjam Ulshöfer. Pfarrerin Barbara Wirth hat sie dabei unterstützt.

Es ist eine symbolträchtige Osterkerze, nicht einfach ein Bild von einer Sonne mit Fischen im Wasser.


An Ostern geht uns Gottes Licht auf wie eine große Sonne, die hell strahlt. Jesus ist dieses Licht. Das sagt das goldene Kreuz in der Mitte der Sonne. Er war schon immer und wird immer sein. Dafür stehen das Alpha und das Omega, der erste und der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet, im Querbalken des Kreuzes. Jesus wird ein zweites Mal dargestellt als goldener Fisch. Er schwimmt im Wasser. Es ist das Wasser des Lebens und der Taufe. Dieses Wasser repräsentiert mit den vier Wellen oben alle vier Richtungen und damit die ganze Welt. Die vier Wellen stehen auch für die vier Konfirmand*innen. Die unteren, dunkleren Wellen repräsentieren den dreieinigen Gott. Es sind drei Wellen. Die zwölf kleinen silbernen Fische stehen für die zwölf Jünger oder die zwölf Stämme Israel und damit für die Gesamtheit der Gläubigen. Alle, die zu Jesus Christus gehören wollen, werden zu den Gläubigen gezählt. Wie der Mond das Licht der Sonne widerspiegelt und silbern erscheint, so spiegeln wir das Licht der Liebe Christi wieder. Die kleinen Fische sind bunt und jeder ist einzigartig.
Die Konfirmand*innen haben die Kerze ganz bewusst so gestaltet und damit ein Bekenntnis ihres Glaubens in Bildform geschaffen.

Die "Chefin" und die Kirchenwahl

Ein Zwischenruf von Barbara Wirth, Pfarrerin

 

"Da ist die Chefin!" so hörte ich an Heilig Abend eine junge, männliche Stimme, als die Leute zur Kirche kamen. Ja, ich bin Chefin und zwar für genau drei Personen aus unserer Gemeinde. Die eine ist Organistin, die andere ist Mesnerin, der dritte ist Kirchenpfleger. Für weitere zwei Mitarbeiter*innen bin ich ebenfalls Chefin. Die sind aber nicht aus unserer Gemeinde.

 

Ganz bestimmt bin ich nicht die Chefin des jungen Mannes. Sonst hätte ich ihm nämlich verboten, schon vor dem Gottesdienst so tief in die Flasche zu schauen und er hätte sich daran gehalten. Daran merkt man nämlich, ob man Chefin ist. Die Menschen tun, was man sagt.

 

Hinter der "Chefin" steckt eine Vorstellung, die seit hundert Jahren veraltet ist. Zu dieser Vorstellung gehört, dass der Pfarrer von der Kanzel herunter verkündet, wer in den Himmel kommt und wer in die Hölle (das hat meine Großmutter so erlebt). Dazu gehört, dass man als Gemeindemitglied Kadavergehorsam gegenüber Autoritäten zeigt und alles duldet oder sogar mitmacht, was "von oben" angeordnet wird. Das haben zu viele Deutsche, auch in Edelfingen, vor 80 Jahren so gemacht. 

 

Für Otto und Anna Normalchrist bin ich keine Chefin!!!! 

UNSERE KIRCHE IST DEMOKRATISCH! ICH HABE WEDER IM KIRCHENGEMEINDERAT NOCH IN DER GEMEINDE JEMANDEM ETWAS ZU BEFEHLEN!

 

"Der Kirchengemeinderat leitet zusammen mit der Pfarrerin die Gemeinde." So steht es in unserer Ordnung. "Leiten" bedeutet so etwas wie "Schilder aufstellen" oder "den Weg weisen". Es ist ein gutes Gefühl, die richtigen Schilder aufzustellen. Ob sich die Menschen danach richten, ist deren Entscheidung.

 

Der Kirchengemeinderat wird gewählt. Die nächste Wahl ist am 1. Advent dieses Jahr. Und wie vor sechs Jahren suchen wir wieder Kandidat*innen.

 

Möchten Sie mehr tun, als darüber zu jammern, wie schlimm alles ist? Möchten Sie, zumindest für Ihren Bereich und auch für Edelfingen, sich einsetzen, dass Kirche von diesem Zerrbild der "Chefin" wegkommt? Möchten Sie wertschätzenden Umgang, echte geistliche Erfahrungen, gelebte Spiritualtiät, religiöses Wissen vertiefen?

 

Dann könnte das Amt eines Kirchengemeinderates, einer Kirchengemeinderätin, etwas für Sie sein. Eine Geling-Garantie gibt es nicht. Aber das gute Gefühl, den eigenen Beitrag geleistet zu haben, das schon.

 

Gerne geben die amtierenden KGRs, oder die Pfarrerin Barbara Wirth, Auskunft.

 

Kati Barnowski-Buchhorn

Manfred Hartmann, Kirchenpfleger

Waltraud Hertlein

Patrick Kreß

Ewald Lutz, 1. Vorsitzender

Beatrice Rupp

Ursula Sann

Arnd Ulshöfer

Barbara Wirth, Pfarrerin, 2. Vorsitzende

Gleichgeschlechtliche Ehen - segnen oder nicht segnen, das ist hier die Frage

Ein Pfarrer, der die Segnung der Homo-Ehe ablehnte, kam zu Jesus und fragte „Wen segnet Gott? An wen kann ich Gottes Segen weitergeben?“
Er aber sprach zu ihm „Was steht in der Bibel? Was liest du?“
Er antwortete und sprach „Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bild, als sein Ebenbild schuf er ihn. Er schuf sie männlich und weiblich
. Gott segnete sie. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war tatsächlich sehr gut.
Er aber sprach zu ihm „Du hast recht geantwortet. So kannst du auch segnen.“
Er aber wollte Bestätigung und sprach zu Jesus „Also darf ich nur segnen, wenn ein Mann und eine Frau vor mir stehen?“
Da antwortete Jesus und sprach: „Es war ein frisch verheiratetes Ehepaar. Er hatte mehr weibliche Eigenschaften und er mehr männliche. Einer evangelisch, einer katholisch. Sie hatten standesamtlich geheiratet und wollten mit Gottes Segen ihr ganzes Leben zusammenbleiben. Aber sie fielen unter die Räuber. Sie hörten zu oft, dass Gott solche wie sie nicht segnen wolle. Ihre Veranlagung sei Sünde. Das traf sie tief. Sie konnten an dem, wie sie waren, nichts ändern. Einer begann zu Trinken. Der andere versuchte, sich umzubringen. Es traf sich aber, dass das der katholische Pfarrer der Gemeinde das mitbekam. Er ignorierte sie. Der bibeltreue evangelische Pfarrer der Gemeinde sah das Elend und ignorierte es ebenfalls. Eine liberale Pfarrerin, die nur zur Reha in der Stadt war, bekam es mit. Es drehte ihr das Herz um. Sie traute die beiden kirchlich und riskierte dabei ihren Beruf und ihre Pension. Sie zeigte den beiden Bibelstellen, in denen von Gottes bedingungsloser Liebe die Rede war. Sie bestärkte sie darin, sich direkt auf Gott zu verlassen. Sie organisierte Therapien für die beiden und bot ihnen an, per Skype auch weiterhin als Seelsorgerin zur Verfügung zu stehen. Wer von diesen dreien hat in Gottes Sinn gehandelt und segensreich gewirkt?“
„Er sprach: „Die sie getraut hat.“
Da sprach Jesus zu ihm: „So geh hin und tu desgleichen!“

 

Gen 1, 27-28a.31.a, neue, evangelistische Übersetzung, Frei nach Lukas 10,25-37, Übersetzung nach Martin Luther

Aufruf Kirchenwahlen 2019: Für weltoffene evangelische Landeskirchen Baden und Württemberg!

 

 

Die aktuelle politische Situation in Deutschland gibt uns Anlass zur Sorge. Wir stellen einen Rechtsruck in allen gesellschaftlichen Bereichen fest, der sich in einer Verrohung der Sprache und des gesellschaftlichen Miteinanders niederschlägt. Wir erleben eine Zunahme an rassistischen, sexistischen und antisemitischen Äußerungen, Übergriffen und Ausschreitungen – auch in unserer Region und Landeskirche.

 

Die AfD, der es um eine gesamtgesellschaftliche Werteverschiebung hin zu mehr Ausgrenzung und Nationalismus geht, ist mittlerweile in allen deutschen Landtagen vertreten. Wir befürchten, dass rechte Kräfte auch die anstehenden Kirchengemeinderats- und Synodalwahlen nutzen werden, um diese Themen in den Kirchgemeinden zu verankern. Der Ausschluss von AfD-Politiker*innen von den Podien des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dortmund sowie die Beschreibung einer Unvereinbarkeit von AfD-Parteiprogramm und evangelischem Glauben durch den Berliner Landesbischof Markus Dröge zeigen, dass innerhalb aller Kontexte von Kirche Verantwortung besteht, sich gegen menschenverachtende Ideologien zu positionieren. In diesem Sinne begrüßen wir die klare Positionierung der Badischen Landessynode, dass Personen, die „offenkundig diskriminierende, die Menschenwürde verletzende Äußerungen tätigen“, sich für kirchliche Wahlämter disqualifizieren.

 

Wir verstehen Kirche als einen Ort und eine Gemeinschaft, die im Verständnis nach Gal 3,28 darauf bedacht ist, menschliche Grenzlinien zu überwinden und jeden Menschen als vor Gott gleich wahrnimmt. Kirche in der Nachfolge Jesu Christi tritt gesellschaftlichen Hierarchien und Marginalisierungen entgegen. Jesus wandte sich den Menschen zu, von denen sich rechte Kräfte heute abwenden. Kirche soll ein Ort der Offenheit und Vielfalt bleiben und werden.

 

Darum ermutigen wir alle Menschen im Bereich der Landeskirchen Baden und Württemberg, die Kirchenwahlen am 1. Dezember 2019 als Chance zu begreifen, für eine weltoffene und plurale Kirche einzutreten. Die Wahlen der Kirchengemeinderäte und der Synode sind eine Möglichkeit, dieser Position Gewicht zu verleihen. Sprechen Sie Menschen an, die sich in einem Wahlamt dafür einsetzen können, dass Kirche unterschiedlichen Menschen Raum gibt und nicht einem Ungeist der Abgrenzung folgt. Lassen Sie nicht zu, dass Ämter in der Kirche von Menschen bekleidet werden, die undemokratisches und unsolidarisches Verhalten in Kirche und Gesellschaft vorantreiben. Wir möchten ausdrücklich niemanden aus dem Raum der Kirche ausschließen. Uns geht es vielmehr darum, inhaltliche Diffamierung von Menschen und Konsequenzen daraus wie Ausgrenzung und Gewalt zu verhindern.

 

Für uns verlangt Nächstenliebe Klarheit: Klarheit für eine Kirche, die für Unterdrückte und gesellschaftlich Marginalisierte einsteht und diesem Auftrag auch kirchenpolitisch Rechnung trägt.“

 

Autor*innen und Erstunterzeichner*innen:

 

Astrid Edel (Bunt fürs Leben)

Johanna Güntter (Bunt fürs Leben)

Pfarrerin Sarah-Louise Müller (Befreiungstheologisches Netzwerk) Hans Probst (Aktion Sühnezeichen Friedensdienste)

 

Sprecher*innenrat „Bündnis Kirche für Demokratie und Menschenrechte in Württemberg“ (https://smex12-5-en-ctp.trendmicro.com:443/wis/clicktime/v1/query?url=www.bkdmwue.de&umid=7d3a910f-994f-420b-a70b-08a03713f54c&auth=79e4bbfdf0ecabc9fc7cf967caecd7bfd2bd638b-d15942572fdb199b17db825479626614ff16a105): Pfarrerin Yasna Crüsemann, Pfarrer Albrecht Knoch Doris Daute, Herbolzheim, Landessynodale der badischen Landeskirche Dekan Markus Engelhardt, Stadtkirchenbezirk Freiburg Pfarrerin Gerlinde Feine, Stadtkirche Böblingen Bärbel Greiler-Unrath, Ev. Kirchenbezirk Nürtingen, Leiterin der Vesperkirche und Gemeindediakonin in Wendlingen am Neckar Caroline Handtmann, Karlsruhe, Lehrerin, Landessynodale der badischen Landeskirche Dekanin Anne-Kathrin Kruse, Kirchenbezirk Schwäbisch-Hall Pfarrer Jochen Kunath, Landessynodaler der badischen Landeskirche Dietrich Pilz, Vorsitzender der Stadtsynode Pforzheim Dekanin Christiane Quincke, Stadtkirchenbezirk Pforzheim Prof. Dr. Günther Rausch, Hochschullehrer (em.) an der Evangelischen Hochschule Freiburg Stefanie Rausch, Freiburg, Gemeindediakonin, Geschäftsführerin des Diakonievereins Freiburg-Südwest e.V.

Dekan Wolfgang Rüter-Ebel, Kirchenbezirk Villingen Prof. Dr. Traugott Schächtele, Prälat des Kirchenkreises Nordbaden Dorothea Schaupp, Schopfheim, Landessynodale der badischen Landeskirche Dekanin Kerstin Vogel-Hinrichs, Kirchenbezirk Degerloch Ruth Weida, Bretten, Landessynodale der badischen Landeskirche Pfarrerin Natalie Wiesner, Baden-Baden

 

Auf https://smex12-5-en-ctp.trendmicro.com:443/wis/clicktime/v1/query?url=www.aufruf%2dkirchenwahl.de&umid=7d3a910f-994f-420b-a70b-08a03713f54c&auth=79e4bbfdf0ecabc9fc7cf967caecd7bfd2bd638b-ff5a36d34d3b46807e38827df19baa9bb94c030c kann der Aufruf unterzeichnet und geteilt werden.

 

 

Über uns:

Wir sind eine Gruppe junger Theolog*innen aus Baden und Württemberg, die sich in den Landeskirchen vielseitig engagieren, sei es im Pfarramt oder noch im Studium. Wir sind evangelische Theolog*innen, die aus ihrem eigenen Glauben die Verantwortung zu einem gesellschaftspolitischen Engagement wahrnehmen. Unsere theologischen Profile und lebensweltlichen Hintergründe sind durchaus divers. Uns eint die Sorge über ein Erstarken von nationalistischen und fremdenfeindlichen Stimmen, wie wir sie auch im Kontext der Landeskirchen sehen.

Unterstützt werden wir durch zahlreiche Kirchenvertreter*innen beider Landeskirchen und das „Bündnis Kirche für Demokratie und Menschenrechte in Württemberg“.

Mitarbeiterfeier

Am Freitag, 11. Januar 2019, beginnt um 19 Uhr das Mitarbeiter-Fest der Kirchengemeinde. Wir feiern im Gemeindehaus.

Mitarbeiter*innen, die im letzten Jahr aufgehört haben, werden verabschiedet. Neue Mitarbeiter*innen werden begrüßt.

Bei einem guten Essen wollen wir genießen, dass Liebe durch den Magen geht, dass wir gemeinsam unterwegs sind im Auftrag des Herrn und dass das Leben schön ist.

Wer etwas zum Knabbern oder zur Unterhaltung mitbringen möchte, sei hiermit dazu ermuntert.

Perikopenrevision

Über welchen Bibeltext die Pfarrerin am Sonntag predigt, welchen Wochenspruch der Pfarrer an den Anfang der Liturgie stellt, welches Lied nach der Schriftlesung gesungen wird – all dies bestimmen in der Regel nicht diejenigen, die den Gottesdienst gestalten. Bei der Auswahl dieser Texte orientieren sie sich an der jeweils gültigen Perikopenordnung (der biblische Predigttext wird auch „Perikope“ genannt). Die Tradition der Perikopenordnungen kennen wir schon aus dem vorchristlichen Synagogengottesdienst. Die entstehenden christlichen Kirchen haben diesen Brauch übernommen.

Im Laufe der Kirchengeschichte wurden die Perikopenordnungen des Öfteren verändert. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es sechs verschiedene Perikopenreihen, die jeweils mit dem ersten Advent beginnen und nacheinander an der Reihe sind. Die Reihe I umfasst Evangelientexte, die Reihe II Episteltexte (neutestamentliche Briefe), die Reihen III-VI diese und andere biblische Bücher. Ein bestimmter Bibeltext wird also nur alle sechs Jahre gepredigt.

Im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland gilt ab dem ersten Advent 2018 eine neue Perikopenordnung, die in den bisherigen Textbestand maßvoll eingreift. Die württembergische Landeskirche schließt sich zunächst für ein Jahr dieser neuen Regelung an. Vermutlich wird in diesem ersten Jahr noch erarbeitet, welche württembergischen Akzente zusätzlich gesetzt werden sollen und in welcher Form die neue Ordnung dann auch für uns gilt. Ab dem ersten Advent verändern sich also auch bei uns die Gottesdienste. Was wird anders? Worauf können wir uns freuen?

Eine große Veränderung ist die "Durchmischung" der bisherigen Predigtreihen. Es werden also nicht mehr wie bislang im ersten der sechs Jahre nur Evangelientexte gepredigt, im zweiten Jahr dann Episteltexte usw. Ein Predigtjahr wird von jetzt ab bei den Texten abwechseln: An einem Sonntag kommt ein Evangelientext an die Reihe, am nächsten ein Episteltext und dann ein alttestamentlicher Text. Es wird abwechslungsreicher. Man hat hier besonders an die Konfirmanden/innen gedacht. Während des einen Jahres, das sie häufiger in den Gottesdienst kommen, sollen sie möglichst die Vielfalt der Bibel hören.

Wer mitgerechnet hat, weiß nun, dass rund ein Drittel aller Texte aus dem Alten Testament stammen. Dafür wurde ihr Anteil verdoppelt. Im Hintergrund steht die Neuentdeckung der Bedeutung des Alten Testaments in den letzten Jahrzehnten durch die christliche Theologie. Jetzt soll im Gottesdienst verstärkt der eigenen Stimme des Alten Testaments Raum gegeben werden. Hierbei spielt auch das christliche Gespräch mit dem Judentum eine Rolle. Das Neue Testament ist im alten verankert. Ohne dieses hinge die Christusgeschichte in der Luft. Es ist nötig, um das Christuszeugnis als biblisches Gotteszeugnis zu hören.

Neu wird es auch bei den Wochenliedern. Künftig gibt es pro Sonntag zwei Wochenlieder, ein älteres und ein neueres. Dazu wird es ein neues Liederbuch geben, das das bisherige Gesangbuch ergänzt („Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder PLUS“).

An einer Stelle wird auch das Kirchenjahr neu strukturiert. Mit dem 2. Februar (Mariä Lichtmess) endet künftig fest die Epiphaniaszeit. Am 3. Februar beginnt die Vorpassionszeit. Die Sonntage nach dem 2.2. werden künftig als „5. bzw. 4. Sonntag vor der Passionszeit“ bezeichnet. Dann folgen Septuagesimä, Sexagesimä, Estomihi, Invokavit usw.

Der Zehnte Sonntag nach Trinitatis (Israelsonntag) hat nun zwei Ausrichtungen zur Auswahl. Entweder kann er als Gedenktag der Tempelzerstörung (liturgische Farbe: violett) oder mit der Thematik Kirche und Israel (liturgische Farbe: grün) gefeiert werden.

Wer neugierig geworden ist auf die vielen neuen Akzente, die uns in unseren Gottesdiensten erwarten, kann sich hier ausführlicher informieren: https://www.fachstelle-gottesdienst.de/gottesdienst-in-wuerttemberg/perikopenrevision-2018/

Evelina Volkmann, Fachstelle Gottesdienst 

Pfarrer Reiniger verstorben

 

Im Alter von 57 Jahren starb am 17.09.2018 der frühere Pfarrer von Edelfingen, Frank Reiniger.

 

In seiner Todesanzeige werden zwei Bibelstellen zitiert:

Gott ist mein Licht und mein Heil.
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Gott ist meines Lebens Kraft.
Vor wem sollte mir grauen?
Ps 27,1f


Jesus Christus spricht:
In der Welt habt Ihr Angst,
aber seid getrost,
ich habe die Welt überwunden.
Joh 16,33

 

1.10. 1960 – 17. 9. 2018


Ein Abschied nach schwerer Krankheit, getragen in Glauben, Hoffnung und Liebe.

Auf Frank reimt sich vor allem Dank.

Gott sei Dank und den unzähligen Menschen, die sein Leben bereichert und uns auf der letzten Wegstrecke vielfältig geholfen haben.

Verena Engels-Reiniger
und seine Geschwister
Heidi, Christine, Sabine, Gabriele,
Hans-Herbert und Schwager Werner
mit Familien und Freunden


Der Trauergottesdienst ist am Samstag, 22. September um 14 Uhr in der Katharinenkirche Hayingen.
Anstelle von Blumen oder anderen Gaben wäre eine Spende für diese Kirche ganz in seinem Sinne.

Unsere Kirche könnte eine "Matthäus-Kirche sein"

Seit rund 800 Jahren steht eine Kirche in Edelfingen - keine Urkunde nennt für sie einen Namen. Jetzt gab Pfarrerin Barbara Wirth bekannt, es handle sich vermutlich um eine Matthäus-Kirche.

„Ein Geheimnis wird enthüllt“, so war der Gottesdienst angekündigt worden. Entsprechend gespannt lauschten die Besucher der Predigt ihrer Pfarrerin. Die informierte sie zunächst darüber, jede alte Kirche müsse einen Namen haben, sie sei „einem Heiligen oder Engel geweiht“ - das so genannte „Patrozinium“. Dieser Name gebe auch der kirchlichen Gemeinschaft ein Motto für ihr Zusammenleben. In Edelfingen sei dieser Name verloren gegangen. Auf Anfrage habe das Landesarchiv in Stuttgart mitgeteilt, es gebe keine Dokumente, die den Namen erwähnten.

An dem bei der letzten Renovierung in der alten Kirchenwand entdeckten romanischen Fenster könne man, so Barbara Wirth, das Alter des ursprünglichen und mehrfach erweiterten Gebäudes erkennen. Dieses Fenster stammt nach der Schätzung von Oberkonservator Dr. Norbert Bongartz „aus dem späten 12. oder 13. Jahrhundert“. Im Jahr 1220 wird in einer Urkunde des Klosters Schöntal ein „Wernherus decanus de Otilfingen“ genannt. Das Gotteshaus selber findet allerdings erst in Akten der Hohenloher Herrschaft aus dem 17. Jahrhundert schriftliche Erwähnung.

Beim Kirchbau im Mittelalter, so die Pfarrerin, habe man das Gotteshaus grundsätzlich „geostet“, also den Chor nach Osten ausgerichtet. Allerdings, das habe sie von einem fachkundigen Architekten erfahren, gebe es da feine Unterschiede, die eine Zuordnung der jeweiligen Kirche zum Namensgeber erlaubten. Der Baumeister habe nämlich genau am Namenstag des jeweiligen Heiligen am Bauplatz der Kirche den Sonnenaufgang beobachtet und dementsprechend die Richtung des Baus festgelegt. An jedem Tag ändere sich aber die Uhrzeit des Aufgangs und damit auch die Richtung, wo man die Sonne zuerst sehe. So sei eine Kirche nur am Morgen der Tag- und Nachtgleiche am 21. März oder 21. September ganz genau „geostet“. Wie sie, so die Pfarrerin, erfahren habe, komme das nicht so häufig vor.

Welche Überraschung: Auf Edelfingen trifft das zu, ihre Richtung geht ganz genau nach Osten. Damit, so Barbara Wirth, müsse die Kirche einem Heiligen geweiht sein, dessen Namenstag auf den 21. September falle. Für sie sei dabei am wahrscheinlichsten ein Patrozinium des Evangelisten Matthäus und „mit Matthäus haben sich unsere Vorfahren auf ein Fundament des christlichen Glaubens festgelegt“. Er habe damals als der verlässlichste der Evangelisten gegolten. Das bedeute: „Martin Luthers Prinzip ‚Sola scriptura‘ (Es gilt nur die Bibel) ist in unserer Kirche eingebaut“. Für sie als Edelfinger Pfarrerin sei es ein „sehr schöner Gedanke, dass unsere Kirche eine Matthäuskirche sein könnte“.