Jahresberichte

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Unser "Beratungsblatt"

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40 Jahre Psychologische Beratungsstelle

Fachkundige Beratung von Menschen in Krisensituationen leistet die Psychologische Beratungsstelle Bad Mergentheim seit 40 Jahren. Träger ist der evangelische Kirchenbezirk Weikersheim. Mit einem würdigen Festakt im evangelischen Gemeindehaus Weikersheim wurde das Jubiläum begangen. "Wir Berater sind keine Experten für das Leben unserer Ratsuchenden, sondern Prozessbegleiter in unsicheren und krisenhaften Lebensabschnitten". Das stellten die beiden Therapeuten Doris Quenzer und Knut Wöber dabei in ihrem Rückblick fest. Ursprünglich wurde die Bad Mergentheimer Beratungsstelle als Außenstelle der evangelischen Beratungsstelle Heilbronn als landeskirchliche Einrichtung gegründet und erst im Zuge einer Regionalisierung dem Kirchenbezirk Weikersheim übertragen. Ein Stellenverbund besteht mit der Beratungsstelle in Crailsheim. Ursprünglich stand die Ehe- und Paarberatung sowie die Lebensberatung mit erwachsenen Klienten im Mittelpunkt. Doch gesellschaftlich rückte dann die Frage in den Mittelpunkt, was Kinder und Jugendliche brauchen, um gut aufzuwachsen. Es entstand eine erhöhte Anfrage nach Umgangsberatungen und Umgangsanbahnungen. Jetzt wurden Kinder und Jugendliche verstärkt direkt in die Beratung mit einbezogen. Geblieben ist der Standort im Dietrich-Bonhoeffer-Haus am Bahnübergang, doch die Zahl der Berater und die genutzte Fläche haben sich erweitert. Heute liegt der Schwerpunkt in der Erziehungsberatung, der Jugendberatung sowie der Umgangsberatung und den begleiteten Umgängen. Vernetzung und Austausch mit verschiedenen Berufsgruppen wurde notwendig. Auch präventive Angebote wie Vorträge oder Gruppen gibt es. Trotz der Digitalisierung bleibt der direkte Kontakt zu den Klienten unverzichtbar. Stellenleiterin Eva Reinmuth begrüßte die zahlreichen Gäste der Jubiläumsfeier. Sie dankte auch dem Förderverein "Kirche hilft Menschen" für seine langjährige Unterstützung. Auch dieser Verein feiere in diesem Jahr ein Jubiläum: Er bestehe seit 20 Jahren und fördere regelmäßig die Arbeit der Diakonie und ihrer Stelle. Die Kinderkantorei Weikersheim unter der Leitung von Bezirkskantorin Anne-Maria Lehmann hatte die Feierstunde eingeleitet und setzte mit seinem Lied "Aufstehn, aufeinander zugehn" die passenden musikalischen Akzente zwischen den Grußworten. Die Glückwünsche der Trägerschaft, des evangelischen Kirchenbezirks Weikersheim, überbrachte die Vorsitzende der Bezirkssynode Ruth Hartung. Die Mitarbeiter der Beratungsstelle "leisten eine sehr wirksame Arbeit - kompetent und engagiert". Auch dank ihrer Arbeit könne man im Kirchenbezirk Weikersheim "hoffnungs- und vertrauensvoll in die Zukunft blicken". Elisabeth Krug, Sozialdezernentin des Main-Tauber-Kreises, dankte für die "hervorragende und professionelle Arbeit für viele Familien im Landkreis". Eine gute fachliche Beziehung mit dem Jugendamt gebe es in der Erziehungsberatung und Jugendberatung sowie der Trennungs- und Scheidungsberatung mit Umgangsberatung oder begleitetem oder betreutem Umgang. Auch bei der Jugendhilfeplanung, beim Netzwerk frühe Hilfen und der Unterstützung der Pflegefamilien arbeite man zuverlässig zusammen. "Eine gute Jugendhilfe in der Region ist ohne Erziehungsberatung nicht möglich", gerade auch, um möglichst viele Familien und Kinder zu erreichen. Sie sei sehr froh, so die Sozialdezernentin, dass der Kreistag mit den aktuellen Förderrichtlinien eine gute finanzielle Grundlage für diese professionell geleistete Arbeit geschaffen habe. Zudem bestehe auch ein vertrauensvolles Miteinander in der persönlichen Arbeitsbeziehung zwischen dem Team der Psychologischen Beratungsstelle und den Sozialen Diensten. Man schätze "die hohe Fachlichkeit bei gleichzeitiger Offenheit zu kreativen und flexiblen Lösungen". Susanne Backaus, Leiterin der Landesstelle der Psychologischen Beratungsstelle, betonte, Vernetzung sei ungemein wichtig. "Wir müssen etwas in Bewegung setzen, eine Resonanz erzeugen, Beziehungsweisen herstellen". Die Beratungsstelle in Bad Mergentheim sei "40 Jahre Resonanzraum für das Leid der Menschen. Von einer "Zweckgemeinschaft zur Begleitung von Menschen in Krisensituationen" sprach Barbara Veeh, die Leiterin der Beratungsstelle des Diakonischen Werks in Bad Mergentheim. Man teile sich das Dietrich-Bonhoeffer-Haus, das Einzugsgebiet, teilweise auch die Klienten, sei also Kooperationspartner. Respekt und Wertschätzung vor der Professionalität des Anderen nähmen ständig zu, wünschenswert seien für die Zukunft gemeinsame Projekte. Werner Fritz, Geschäftsführer der Jugendhilfe Creglingen, würdigte die langjährige vertrauensvolle Beziehung, die die Würde der Menschen achte. "Wir beide sind Trainings- und Coaching-Zentren mit dem Ziel eines gelingenden Lebens". Auch Bernhard Bopp von der Caritas-Beratungsstelle Tauberbischofsheim gratulierte und sprach von "gegenseitigem Respekt und Achtung". Man sei gut miteinander vernetzt und Trennung und Scheidung sei bei beiden Stellen ein großes Thema. Dankesworte kamen von Sandra Lange, Leiterin des Kinderhauses Auenland in Bad Mergentheim. Sie lobte die Teamsupervision der Erzieherinnen, die Beratung, wenn Kinder oder Eltern Wichtiges nicht verstanden hätten, und die wertvollen Hinweise für die Achtung des Kindeswohls. Der Elpersheimer Märchenerzähler Reinald Rickmeyer, musikalisch begleitet von Bärbel Buß, Standorf, auf der Harfe, gestaltete zur großen Freude von Kindern und Erwachsenen das Märchen von Vater Bär und seinen zwei Bärenbuben.

Peter Keßler