Sonnenstrom vom Kirchendach

Das Kirchendach mit der Fotovoltaikanlage

Eine Fotovoltaikanlage hat die evangelische Kirchengemeinde auf dem Dach ihrer Stefanuskirche errichtet. Als erste Gemeinde im Bezirk setzt sie mit dieser Investition einen deutlichen Akzent für den Umweltschutz auch in diesem Bereich.

 

Mit überwältigender Mehrheit hatte eine Gemeindeversammlung diese Investition in die Zukunft befürwortet, die von der württembergischen evangelischen Landeskirche im Rahmen des Sonderprogramms „Energiefonds“ gefördert wird.

 

Als der Kirchengemeinderat den Baubeschluss fasste, war ihm wohl bewusst, dass das kleine Dorf eine Vorreiterrolle einnimmt. Eine Kirche mit Solardach gibt es im weiten Umkreis nicht und auch die kirchlichen Gemeindehäuser, die mit alternativen Energien beheizt werden, sind noch sehr selten. In Pfarrhäusern dürfen umweltschonende Heizmethoden zum Ärger mancher Kirchengemeinderäte nach den derzeit gültigen Richtlinien ohnehin nicht eingebaut werden.

 

Bei der Fotovoltaikanlage auf dem Sechselbacher Kirchendach wurden 44 Module mit einer Gesamtleistung von 7,7 KW peak installiert. Die Anlage kann im Jahr 6.500 KWh Sonnenstrom produzieren. Damit produziert das Kirchendach 2 ½ mal soviel Energie, wie das Kirchengebäude für Heizung, Licht, Uhr und Glocken verbraucht. Was ganz wichtig ist: Die Stromerzeugung durch diese Fotovoltaikanlage vermeidet einen jährlichen Ausstoß an 115 Tonnen Kohlendioxid.

 

Auf eines ist man Sechselbach besonders stolz:

 

Durch das hohe Engagement von Kirchengemeinderat und Kirchenpfleger konnte die Anlage ohne allzu große Arbeits- und Zeitbelastung der Pfarrerin verwirklicht werden.