Unsere Ev. Kirche in Geschichte und Gegenwart

Geschichte

Das markanteste Gebäude unserer Ortschaft ist zweifellos ihre Kirche. Der hohe Turm fällt jedem Besucher zuerst ins Auge. Das war nicht immer so.
Einst stand an ihrer Stelle vor mehr als 600 Jahren eine Kapelle. 1369 bauen Konrad und Götz von Reinsbronn und ihr Vetter Fritz von Reinsbronn "mit Gunst und Vergönnung des Dechanten und des Kapitels zu St. Stephan in Bamberg" auf ihrem Eigentum eine Kapelle ("in der pharre zu Bybeern") und begaben sie mit Eigentum.

Als 200 Jahre später Philipp Geyer von Giebelstadt der Reformation den Weg bahnte, baute er sie 1593 zu einer kleinen Kirche aus. Seine Söhne erweiterten sie 1618. Über 200 Jahre tat diese Kirche ihren Dienst, umgeben vom alten Friedhof.

1843 hieß es in einem Beschluß des Gemeinderats: Er "bittet wiederholt um möglichste Beschleunigung" der Errichtung einer Kirche auf Staatskosten, "indem der Bau der Kirche für die stets steigende Bevölkerung immer weniger zureicht und die Ungesundheit des feuchten Locals auf die Kirchengemeindeglieder... schädlich einwirkt." Der Staat tat sein Bestes.

1852 wurde die jetzige stattliche neuromanische Kirche erbaut.
1858 erhielt die Kirche ihre jetzige Orgel (Laukhuff).
1927 wurde die Kirche innen renoviert.
1945 wurde die Kirche durch Kriegseinwirkung in Mitleidenschaft gezogen: die Fenster wurden zerstört. Risse im Dach ließen Feuchtigkeit eindringen. Die Schußnarben an der Mauer kann man heute noch sehen, da sie bei der Außenrenovierung bewußt nicht beseitigt wurden.
Nachdem 1980 der Turm renoviert wurde, stand 1992 die Außenrenovierung an, die insgesamt 350.000 DM gekostet hat. Neben einem neuen Dach und dem Einbau von Fenstern mit Bleiverglasung nach dem Muster der früheren Fenster wurden Versuche unternommen, die Kirche zu isolieren, um etwas zu tun gegen den traurigen Ruhm, die kälteste Kirche des ganzen Kirchenbezirks zu sein - zunächst vergeblich.

Gegenwart

Im Jahr 2000 wurde zur Vorbereitung des 150-jährigen Jubiläums die Innenrenovierung (Gesamtkosten 400.000 DM) durchgeführt. Neben einem vollständig neuen Farbgestaltung des Innenraums und der Installation einer neuen elektrischen Anlage mit neuer Beleuchtung und Beschallung wurde durch den Einbau einer Heizung dafür gesorgt, daß die Kirche auch im Winter angenehm temperiert ist.

Die Kirche ist durch die Innenrenovierung wunderschön geworden. Wer die Kirche mit ihrer früheren gelb-braun-roten Farbgebung kannte, die eher bedrückend auf das Gemüt wirkte, ist fasziniert von der Helligkeit, Leichtigkeit und Weite, die die Kirche jetzt ausstrahlt und die die Seele aufatmen läßt. Auch die Akustik hat sich enorm verbessert, dadurch daß der frühere rauhe Anstrich durch einen glatten Anstrich ersetzt wurde, der den Schall um einiges besser reflektiert. Es ist schwierig, dieses neue Raumgefühl mit Worten wiederzugeben. Kommen Sie doch einfach vorbei, feiern Sie mit uns Gottesdienst, überlassen Sie sich der Schönheit unserer Kirche und tun Sie sich damit etwas Gutes.

Die Freude an der gelungenen Innenrenovierung wird allerdings etwas getrübt durch die Tatsache, daß die Renovierung mehr Geld gekostet hat, als wir zu Verfügung hatten, so daß noch einiges an Schulden abzuzahlen ist. Von daher freuen wir uns über jede Spende, die uns in dieser Hinsicht Erleichterung verschafft. Unsere Kirchenpflegerin, Frau Edith Meder, nimmt gern Ihre Spende entgegen (Bankverbindung: Kto. 607614, BLZ 67352565 Spk. Tauberfranken). Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch gern ausgestellt.