Klosterkirche St. Marien

Geschichte

Klosterkirche St. Marien (M. Mielke)

Das Zisterzienserinnenkloster Frauental wurde im Jahre 1232 von Konrad und Gottfried von Hohenlohe-Brauneck gestiftet. Die dazugehörige Klosterkirche St. Marien wurde im Übergangsstil von der Romanik zur Gotik erbaut. Sie besteht - wie bei den Zisterzienserinnen üblich - aus einer Ober- und einer Unterkirche.

Während des Bauernkriegs, im Mai 1525, plünderten Bauern das Kloster und steckten es in Brand. Auch der Hochaltar fiel der Zerstörungswut zum Opfer.

Im Jahre 1548 wurde das Kloster säkularisiert. Die Klosterkirche ging in den Besitz der Evangelischen Kirchengemeinde über.

 

 

Oberkirche

Oberkirche mit Nonnenempore (M. Mielke)

Die Oberkirche war ursprünglich der Gottesdienstraum, wobei die Nonnen den Gottesdienst abgeschirmt von den weltlichen Besuchern auf der sogenannten Nonnenempore mitfeierten. Nach dem Bauernkrieg diente die Oberkirche als Lagerraum und Turnhalle.

Seit 1990 findet man auf der Nonnenempore das Museum "Vom Kloster zum Dorf", das die Geschichte Frauentals erzählt. In der Oberkirche finden Konzerte und besondere Gottesdienste statt.

Unterkirche

Unterkirche (M. Mielke)

Die Evangelische Kirchengemeinde nutzt seit der Reformation die Unterkirche für ihre Gottesdienste. Besonders bemerkenswert sind das frühgotische Kreuzgewölbe sowie der Taufstein aus dem Jahre 1697, welcher die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer darstellt.

Eine weitere Besonderheit sind drei "wohlerhaltene mumificierte Leichen", die man in der Gruft unter der Kirche 1879 fand. Es handelt sich dabei um den Amtmann Georg Christoph Meyer, seine Frau und ein Kind. Die Mumien können besichtigt werden.

Museum "Vom Kloster zum Dorf"

Museum "Vom Kloster zum Dorf" (M. Mielke)

Das Museum "Vom Kloster zum Dorf" wird vom Verein Kloster Frauental e.V. betreut. Es erzählt die Geschichte des Klosters und wie daraus das heutige Dorf Frauental entstand. Zu Besichtigen sind außerdem Funde von Ausgrabungen, die aus keltischer Zeit stammen.

Führungen dauern ca. 1h.