Herzlich willkommen im Evangelischen Kirchenbezirk Weikersheim

Blick ins liebliche Taubertal

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Wichtige Veranstaltungen unseres Kirchenbezirks

Reformations-Empfang im Rittersaal des Weikersheimer Schlosses

Eingerahmt von Graf Wolfgang II. (alias Peter Keßler) und Gräfin Barbara von Wertheim (Gardis Jacobus-Schoof), traten beim Reformations-Festempfang im Rittersaal (von links) Dekan Rüdiger Krauth, Dekanin Renate Meixner und Dekan Hayo Büsing auf.

Mit einem Festempfang im Rittersaal begingen die evangelischen Kirchenbezirke im Main-Tauber-Kreis im Kooperation mit der Schlossverwaltung das Reformationsjubiläum. Es war ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres „Über Kreuz“ der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“. Schon am Schlosseingang wurden die Vertreter des öffentlichen und kirchlichen Lebens begrüßt vom einstigen Hausherrn Graf Wolfgang II. von Hohenlohe (alias Peter Keßler) und dazu Gräfin Barbara von Wertheim (im Kostüm repräsentiert durch Gardis Jacobus-Schoof). Unter den Klängen des „Werdenfelser Blechbläserquartetts“ aus Wertheim schritten die beiden Herrscher dann durch den vollbesetzten Rittersaal nach vorne zum Kamin. An dessen Mittelrelief hatte sich Wolfgang II. einst als bewusst evangelischer Herrscher von Gottes Gnaden darstellen lassen. Als solcher begrüßte der Graf die Gäste von Hohenlohe bis Wertheim und bat Gräfin Barbara, sich zu präsentieren. Sie stellte sich vor als Frau des Grafen Georg II. von Wertheim, der schon ab 1521 von lutherischen Gedanken beeindruckt gewesen sei. Was er an reformatorischen Schritten unternommen habe, habe sie nach seinem Tod 1530 als Vormundschaftsregentin vorangetrieben. Auch dem Sohn Michael III., so betonte die Gräfin, „wollte ich die reformatorische Lehre ans Herz legen“. Auch das später so genannte diakonische Handeln sei ihr als Frucht ihres Glaubens wichtig gewesen. Schon 1556, erst 27 Jahre alt, sei ihr Sohn 1551 verstorben und sie selbst habe ihn um fünf Jahre überlebt. „Hohenloher sind nicht so übermäßig schnell“, räumte daraufhin Peter Keßler im Grafengewand ein. Zwar „begann in unserem Lande schon 1518 das Licht der Reformation zu leuchten“ – damals sei der Pfitzinger Pfarrer Ewald Reuß zum Studium nach Wittenberg gegangen und als Anhänger Luthers zurückgekehrt. Doch seine Reformen seien auf Befehl des Grafen bald zu Ende gegangen und erst 1544, mit der Berufung von Pfarrer Kaspar Huberinus in die Hohenloher Hauptstadt Öhringen, in größerem Umfang fortgesetzt worden. 1555 sei endgültig die Reformation im ganzen Land eingeführt worden, noch von seinem Vater Ludwig Casimir. Er selbst, so Wolfgang II., habe das fortgesetzt und sein Handeln auch grundlegend theologisch durchdacht. An seinem eigenen umfangreichen Glaubensbekenntnis habe er jahrzehntelang geschrieben und seine Pfarrer 1605 darauf verpflichtet. Er hoffe, so wünschte der Hohenloher Graf abschließend, dass es in späteren Zeiten eine feste Verbindung zwischen den Kirchen von Weikersheim bis Wertheim geben möge – im Glauben und in den Werken der Barmherzigkeit. So wolle er gemeinsam mit Gräfin Barbara den Superintendenten (später: Dekanen) Renate Meixner (Weikersheim), Hayo Büsing (Adelsheim-Boxberg) und Rüdiger Krauth (Wertheim) „die Sorge um unsere Gläubigen in die Hände legen“. Diese übernahmen nun die Leitung und hießen in gemeinsam die Gäste des festlichen Abends herzlich willkommen. In einem Festvortrag referierte Prof. Dr. Johannes Eurich, Leiter des Diakoniewissenschaftlichen Instituts in Heidelberg, über das Thema „Martin Luther als Wegbereiter der Moderne – Impulse der Reformation zur sozialen Verantwortung heute“. Er erläuterte, dass Luther durch sein epochales Leben und Wirken die moderne und pluralistische Welt eingeläutet habe. Grundlegende Weichen habe er auch in der Gesellschaftspolitik und im Sozialwesen gestellt und die soziale Fürsorge in die Verantwortung der Kommune gelegt

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • „Als Kirche der Reformation ist die Bibel unser größter Schatz“, sagt Landesbischof July. „Sie leiht Menschen Worte in den schweren und fröhlichen Zeiten ihres Lebens. Ihre Geschichten helfen uns, Gottes Spuren in unserem Alltag zu erkennen.“ Am Sonntag, 10. Dezember, verleiht er den Bibelpreis.

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  • Den Mut haben, etwas zu sagen

    Den Terror der Hexenverfolgung konnte der Jesuitenpater Friedrich Spee von Langenfeld mit seinem Adventslied „O Heiland, reiß die Himmel auf“ nicht stoppen. Aber er hat getan, was ein Einzelner tun kann: er hat nicht geschwiegen. Was das mit Weihnachten zu tun hat, erklärt Pfarrer Bernhard Riesch-Clausecker in seiner Andacht zum zweiten Advent.

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  • Weihnachten weltweit

    Weihnachten in Deutschland verbinden viele mit Kerzen, Glühwein oder sogar einem Spaziergang im Schnee. Wie aber feiert man Weihnachten in Namibia oder Indonesien? Marie Neumann hat mit Pfarrern und Pfarrerinnen aus Württemberg gesprochen, die für die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) weltweit im Einsatz sind. Jede Woche beantworten drei von ihnen eine Frage zur Weihnachtszeit in ihrer neuen Heimat.

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